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MKS: Noch keine Rückkehr zur Normalität

Massnahmen gegen MKS, wie hier an der Grenze der USA, findet man in der Schweiz als übertrieben. Keystone

Der Höhepunkt der Maul- und Klauenseuche (MKS) auf europäischem Territorium scheint überwunden. Noch ist es aber zu früh, von sämtlichen Schutzmassnahmen abzusehen. Das Risiko eines Ausbruchs der Seuche in der Schweiz ist noch nicht gebannt.

Da sich die Seuche nach wie vor in Grossbritannien ausbreitet und dort täglich acht bis zehn neue Fälle gemeldet werden, ist der Kampf gegen das Virus nicht beendet. Von einer Rückkehr zum «courant normal» müsse zum jetzigen Zeitpunkt in der Schweiz noch abgesehen werden, zeigt sich Christian Griot, Direktor des Instituts für Viruskrankheiten und Immunprophylaxe, überzeugt.

Daher werden die Schutzmassnahmen gegen den Import aus Grossbritannien und den Niederlanden bis auf weiteres aufrecht erhalten. Gegenüber anderen EU-Mitglied-Staaten hat sie die Schweiz teilweise gelockert.

Auch die Massnahmen gegen das Einschleppen des Virus durch die Waren von Touristen wurden gelockert. Die Empfehlungen an Flugpassagiere, die aus Grossbritannien zurückkehren, sind laut Angaben der Swissair in den letzten Tagen eingestellt worden.

Kein Desinfektionsteppich

MKS grassiert laut Griot in etwa 80 Ländern ständig. Somit ist die Gefahr einer Einschleppung in die Schweiz nie gebannt. Es wäre aber verfehlt, deshalb an den Flughäfen Desinfektionsteppiche für Rückkehrende aus betroffenen Ländern bereitzustellen, betont Griot.

Das sei eine mehr hysterische als sinnvolle Reaktion. Das Risiko, dass Viren durch Schuhe von Touristen eingeschleppt werden, habe sich als sehr klein erwiesen. Eine wesentlich grössere Bedrohung stelle der Handel mit Tieren dar, bei denen die Krankheit noch nicht erkannt worden sei.

swissinfo und Agenturen

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