Aktien-Rückkauf der Swisscom
Die Swisscom hat 9,9% ihres Aktienkapitals zurückgekauft. Der Bund als Hauptaktionär verringert bei dieser Aktion seinen Anteil von 65,5% auf 62,7%.
Der Bund habe der Swisscom insgesamt 6’644’050 Aktien zum Preis von 580 Franken verkauft, schreibt das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) in einer Mitteilung vom Montag.
3,7 Mrd. für Bundeskasse
Der Verkauf spült rund 3,7 Mrd. Franken in die Bundeskassen. Das Geld soll zum Schuldenabbau verwendet werden. Der Bund hält neu 41’531’200 Namenaktien an der Swisscom.
«Die Swisscom verfügte seit einiger Zeit über zu viele liquide Mittel», sagte Marc Schulthess, Analyst bei der Genfer Privatbank Pictet, gegenüber swissinfo. «Da sich keine Möglichkeit bot, das Geld für eine sinnvolle Investition zu verwenden, musste die Swisscom handeln – und leitete das Geld den Aktionären zu.»
99,9% der Put-Optionen ausgeübt
Jeder Aktionär hatte am 22. Februar von der Swisscom pro Aktie eine Put-Option erhalten. Je 10 Put-Optionen berechtigen zum Verkauf einer Swisscom-Aktie zum Ausübungspreis von 580 Franken.
Insgesamt sind laut einer Swisscom-Mitteilung vom Montag 99,9% der 73’550’000 ausgegebenen Put-Optionen ausgeübt worden. Swisscom kaufe somit 7’346’739 eigene Namenaktien zum Preis von 4,3 Mrd. Franken zurück.
Kapital-Herabsetzung geplant
Der Swisscom-Verwaltungsrat sehe vor, der ordentlichen General-Versammlung vom 30. April eine Kapital-Herabsetzung in der Höhe des Rückkauf-Volumens zu beantragen.
swissinfo und Agenturen
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