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Antibiotika häufig in der Tiermast

Sind sie gesund, sind oft Antibiotika im Spiel. Keystone

Bei einem Viertel von über 100 Harnproben hat das Labor des Kantons Baselland geringe Mengen Antibiotika festgestellt. Für Konsumenten sei das nicht gefährlich.

Auch wenn immer betont wird – auch aus dem Kanton Baselland – dass für den Konsumierenden keine Gefahr für die Gesundheit bestehe, schreibt das Kantonslabor doch auch: «Wer Fleisch isst, muss wissen, dass Antibiotika in der Schweizer Mast relativ häufig verwendet werden.». Sie kämen in verkauften Nieren und Lebern, seltener in Muskelfleisch vor. Doch, so hätten die Proben gezeigt, Antibiotika würden in den meisten Fällen korrekt eingesetzt.

Absetzfristen

Antibiotika seien als Medikamente zugelassen, nicht aber als Leistungsförderer. Werden Kälber und junge Schweine mit ihnen behandelt, gelten Absetzfristen vor der Schlachtung. Der Einsatz muss zudem in Stall-Journalen eingetragen werden, was nicht alle Mäster vorschriftsgemäss getan hätten.

Die Kantonslaboratorien der beiden Basel haben zusammen mit den beiden Veterinärämtern am Gross-Schlachthof Basel sowie bei kleineren Metzgerei-Schlachthöfen im Baselbiet insgesamt über 100 Harnproben genommen und geprüft.

In Lebern und Nieren

Nachgewiesen wurden bei einem Viertel der Kälber Tetracycline, bei einem Viertel der Schweine vorwiegend Sulfonamide. Die Konzentrationen waren gering; sie führten zu keinen Beanstandungen bei den teils gleichzeitig untersuchten Nieren.

Offensichtlich seien die Absetzfristen eingehalten worden. Antibiotika seien für die Tiergesundheit «unabdingbar», hielt das Kantonslabor weiter fest. Sie sollten jedoch wegen drohender Resistenzbildung «minimiert werden». Die Untersuchungen würden fortgeführt.

swissinfo und Agenturen

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