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Rheinfahrt droht Unterbruch – das wären die Folgen

Ein Hafenkran
Hat zurzeit weniger zu tun: Ein Hafenkran am kleinbasler Ufer. Keystone / Georgios Kefalas

Unter der Trockenheit leidet auch der Schiffsverkehr auf dem Rhein. Nun warnt der Deutsche Bundesverband für Binnenschifffahrt: Der Wassermangel im Rhein könnte schon in den nächsten Tagen die internationale Transportroute im mittleren Flussabschnitt – zwischen Koblenz und Mainz – unterbrechen. SRF-Wirtschaftsredaktor Dario Pelosi ordnet ein.

Was würde der Unterbruch der Rheinschifffahrt bedeuten?

Jens Schwanen vom Bundesverband für Binnenschifffahrt skizziert da ein wenig erfreuliches Bild, gerade auch für Transporte von den wichtigen Häfen Rotterdam oder Antwerpen nach Basel. Er spricht von einer Zweiteilung. Das hiesse, dass die Waren von den Nordseehäfen bis ungefähr nach Köln transportiert werden, dann über verschiedene Kanäle und Nebenflüsse Richtung Südosteuropa und zum Schwarzen Meer.

Da allerdings gibt es auch Probleme mit sehr tiefen Pegelständen. Für den Weitertransport Richtung Süddeutschland oder eben die Schweiz müssten die Waren umgeladen werden. Das gleiche gilt für Waren aus der Schweiz rheinabwärts. Das ist aufwendig und teuer.

Droht dann ein Engpass an wichtigen Gütern?

Ein Engpass nicht. Getreide und Treibstoff können auch per Bahn oder Lastwagen transportiert werden. Aber eben nicht so günstig. Das heisst, Grundnahrungsmittel wie Futtermittel oder Brot könnten teurer werden.

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Blick auf den Rheinhafen in Basel

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Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht Selbst als Binnenland ist die Schweiz mit den maritimen Handelsrouten verbunden. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Schweizerischen Rheinhäfen in Basel.

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Welche Güter sind noch betroffen?

Kopfzerbrechen bereiten Logistikunternehmen Güter, die nicht so einfach vom Schiff auf die Bahn oder die Strasse umgelagert werden können. Das können sperrige Güter sein, wie Maschinenteile. Da braucht es Sondertransporte und das ist aufwendig.

Vor allem aber sind Transporte von Gefahrengütern wie Chemikalien ein Problem. Die dürfen teilweise nicht auf der Strasse transportiert werden. Und das Verkehrsnetz der Güterbahn von Norden in den Süden ist bis 2030 wegen Baustellen deutlich eingeschränkt.

Ist die Strasse eine Alternative zur Schifffahrt?

Jein. Man kann theoretisch Container, Getreide oder Schüttgut auf Lastwagen verladen. Allerdings muss man diese Rechnung machen: Auf einem Rheinschiff haben je nach Grösse bis zu mehreren hundert Container Platz. Jene, die bis Basel fahren, vielleicht noch höchstens 90.

Das auf Züge zu verladen, ist möglich, wenn es einen Zug gibt, der auch fahren kann. Auf der Strasse braucht es pro Container einen Lastwagen. Auch wenn die Lastwagen grösser sind und am Sonntag fahren dürfen – es braucht auch Chauffeurinnen und Chauffeure. Und diese zu finden – das hat ein Branchenkenner bestätigt – ist alles andere als einfach.

Was würde der Unterbruch für die Rheinhäfen in Basel bedeuten?

Ein Mangel an Treibstoffen ist nicht zu erwarten. Dafür gibt es Alternativen zu den Importen über den Fluss – zum Beispiel über Pipelines oder per Zug. Die sind jedoch teurer. Aber: Sollte der Rhein nicht mehr durchgehend von der Nordsee bis in die Schweiz befahrbar sein, dann verlieren die Häfen in Basel einen grossen Trumpf, nämlich viele Waren, gerade auch Treibstoffe, günstig und sicher in die Schweiz zu transportieren und im Gegenzug auch Exporte direkt an die Nordsee zu liefern.

Entsprechend sind die Wirtschaftsverbände besorgt. Die Handelskammer beider Basel und die Schweizerische Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft haben deshalb schon Strategien gefordert. Der Rhein soll als verlässliche Verkehrsachse gesichert werden, auch bei Niedrigwasser. Dies soll mit dem Ausbau der Infrastruktur geschehen und indem beim Schiffsbau etwa technische Innovationen gefördert werden.

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Was wird in Ihrer Region unternommen, um die Menschen vor extremer Hitze zu schützen?

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