Aussenhandel 2008: Jahr top, Dezember flop
Über das ganze Jahr gesehen wies der Schweizer Aussenhandel rekordhohe Exporte und Handelsbilanzüberschüsse aus. Doch im Dezember brachen die Exporte stark ein.
Im letzten Monat des Jahres 2008, im Dezember, gingen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 10,8% und real um 13,0% zurück, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.
Bei den Importen machte die Einbusse 11,4% beziehungsweise 7,2% aus. Die Zollverwaltung bezeichnet den Dezember dementsprechend als «Mensis horribilis» für den Aussenhandel.
Der Dezember war ein ausserordentlich schwacher Monat, in dem Exportzahlen der Textil-, Metall- und Kunststoffindustrie stark zurückgingen.
Diesem schlechten Jahresend-Resultat steht insgesamt aber ein Rekordjahr 2008 gegenüber. Der Aussenhandels-Überschuss 2008 beträgt 19,83 Mrd. Franken – ein Allzeithoch.
Die Exporte kletterten nominal um 4,6% auf erstmals über 200 Mrd. Franken. Die Wachstumsrate von 4,6% ist allerdings seit 2003 die schwächste. Die Einfuhren wuchsen um 1,8%.
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