Bâloise mit Rekordgewinn
Die Bâloise-Versicherungsgruppe hat den Gewinn im Jahr 2000 um 22 Prozent auf 634 Mio. Franken gesteigert. Hauptverantwortlich für den Rekord sind die Lebens-Versicherungen. Ein Umbau Richtung Finanz-Dienstleister ist eingeleitet.
Insgesamt haben bei der Bâloise die Bruttoprämien um zehn Prozent zugelegt. Zum «hervorragenden» Abschluss habe beigetragen, dass im Leben-Geschäft die Prämien um 16 Prozent und der Gewinn um beinahe ein Viertel gewachsen seien, so die Erklärung des Konzerns.
Das Nichtleben-Geschäft sei mit einem Plus von einem Prozent über dem stagnierenden Gesamtmarkt gewachsen. Trotz hoher Schadenbelastung habe der Bereich deutlich mehr als die Hälfte zum Jahresgewinn beigetragen.
Richtung Finanz-Dienstleister
Nach den Übernahmen der Solothurner Bank und der belgischen HBK-Spaarbank will sich die Gruppe in Richtung Finanzdienstleister entwickeln.
Für ihre neue strategische Ausrichtung könne die Bâloise bereits eine Reihe von konkreten Umsetzungsmassnahmen präsentieren, sagte Verwaltungsratspräsident Rolf Schäuble am Donnerstag (05.04.) in Basel vor den Medien. Die Übernahme der Solothurner Bank sei der «entscheidende Schlüssel zum Schweizer Markt» gewesen.
Produkte für ganze Schweiz
Die operative Einbettung der «Bâloise Bank SoBa» sei schon weit fortgeschritten: Produkte der eigenen Bank in den Bereichen Bankenvorsorge und Vermögen sollen in der ganzen Schweiz vertrieben werden.
In den grösseren Agglomerationen will die Bâloise dazu acht bis zehn Finanzberatungszentren eröffen. Parallel dazu enstehen in 60 General-Agenturen «Mobile-Banking-Points» mit online-Verbindungen ins Bankzentrum Solothurn.
Zur Neuausrichtung der Gruppe zum Finanzdienstleister gehört auch, dass die Bâloise ab Mai eigene Anlagefonds vertreiben wird.
Nennwert-Rückzahlung
Der Verwaltungsrat will eine unveränderte Dividende von 24 Franken pro Titel auszahlen. Zusätzlich soll eine Nennwert-Rückzahlung von neun Franken pro Aktie erfolgen, womit die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr um 38 Prozent zunimmt. Ebenfalls vorgesehen ist ein Aktien-Splitt.
swissinfo und Agenturen
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