Blockade kommt später
Eigentlich wollten die italienischen Routiers am Wochenende die schweizerische Grenze ins Tessin blockieren - verzichteten dann aber wegen des Smogs.
Aufgerufen zur Blockade hatte die italienische Routiers-Vereinigung (FAI). Rund 100 Laster hätten durch Como (I) in Richtung italienisch-schweizerischer Grenze fahren sollen.
Nachdem sich die Lastwagenlenker am Rande Comos versammelt hatten, blies die FAI die Protestaktion wieder ab, da die Region seit mehreren Tagen mit Smog-Problemen kämpft.
«Wir wollten damit beweisen, dass es uns ums Gemeinwohl und nicht um die eigenen Interessen geht», sagte FAI-Lokalpräsident Giorgio Colato.
Die Stickoxyd-Konzentration in Como war in den vergangenen zwölf Monaten noch nie so hoch wie jetzt. Am Sonntag herrscht deshalb in den lombardischen Städten Como und Mailand Fahrverbot.
Doch Mitte der laufenden Woche wird es an der Grenze weniger umweltfreundlich zu- und hergehen.
Nationale Demonstration am 23. Januar
Die italienischen Camioneure sind verärgert wegen der Verkehrspolitik Berlusconis. Sie werfen ihm vor, mit zu wenig Engagement mit der Schweiz verhandelt zu haben. Die Zollabfertigung dauere zudem zu lange und es fehle eine adäquate Infrastruktur am Grenzübergang.
Auf den 23. Januar rufen die italienischen LKW-Fahrer deshalb zum nationalen Streik auf. Blockiert werden sollen sowohl die Grenzen zur Schweiz als auch diejenigen zur Österreich.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch