Flugtarife werden stark erhöht
Flugreisen werden im kommenden Jahr auch im Schweizer Markt bis zu zehn Prozent teurer. Bei der neuen Crossair gibt man sich noch bedeckt.
Für einmal sind sich die grossen Flug-Allianzen einig: Um Preis-Erhöhungen wird kaum jemand herumkommen. Begründet werden die Aufschläge mit der anhaltenden Krise der Luftfahrt, dem Abbau von Überkapazitäten und vor allem dem wachsenden Druck, nach Jahren der sinnlosen Tarifkriege wieder gesunde Strukturen aufzubauen.
Zwischen drei und zehn Prozent höher werden die Tarife beispielsweise bei den Mitgliedern der Star Alliance ausfallen (Lufthansa, United Airlines, Austrian Airlines Group, Singapore Airlines, etc.). Wie Andreas Stehrenberger, Vorsitzender der Star Alliance Mitglieder in der Schweiz betont, wird die Erhöhung für jede Strecke individuell festgelegt, betroffen davon sind jedoch sämtliche Buchungsklassen.
Bei British Airways ist nicht auszuschliessen, dass der Tarifanstieg in der Economy Class sogar mindestens zehn Prozent betragen wird, wie René Moser anlässlich eines Round Table-Gesprächs ausführte, und auch in der First Class dürften die Erhöhungen überproportional hoch ausfallen. Wer bei British in der Business Class reist, muss hingegen lediglich mit «dezenten Erhöhungen» rechnen.
Bei der ebenfalls zur Oneworld-Allianz zählenden American Airlines werden gemäss Gianni Tronza, General Sales und Marketing Manager Switzerland, die Tickets in allen Klassen rund drei bis sieben Prozent teurer in den Verkauf gelangen.
Noch keine genaueren Angaben möchte Michel Colleau von der Air France wagen, doch auch er schliesst nicht aus, dass sein Hauptsitz in Paris die Tarife um mehr als fünf Prozent erhöhen wird.
Warten auf Policy der neuen Schweizer Airline
Grundsätzlich hängt im Schweizer Markt viel davon ab, wie sich der National Carrier, also die «New Crossair» verhalten wird. Jürg Müller, Vice President Global Sales, möchte oder kann dazu noch keine Details nennen. Vorrang habe derzeit noch die Zusammenstellung des neuen Sales- und Marketingteams, die bis Ende Jahr abgeschlossen sein muss.
Allerdings gibt es kaum Gründe, dass sich die «New Crossair» dem Trend nach höheren Tarifen nicht anschliessen wird.
Michael Hutschneker
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