Jelmoli mit weniger Gewinn
Der Detailhandels- und Immobilien-Konzern Jelmoli hat 2001 einen Rückgang des Konzerngewinns um rund 25 Mio. auf 64,7 Mio. Franken hinnehmen müssen.
Anfang Februar war ein Verlust in der Grössenordnung von 30 Mio. Franken angekündigt worden. Die Finanztransaktionen schlossen laut Mitteilung mit einem Verlust von 28 Mio. Franken.
Fust (Küche/Bad) musste einen Ertragsrückgang um 5 Mio. Franken hinnehmen und Portable Shop erlitt sogar einen Verlust von 40 Mio. Franken.
Aussichten unverändert positiv
Ohne diese Negativereignisse wäre ein neues Rekordergebnis gelungen, schreibt Jelmoli. Trotz der finanziellen Rückschläge des Jahres 2001 habe sich an den grundsätzlich erfreulichen Aussichten des Konzerns nichts wirklich geändert und die Aussichten seien unverändert positiv, heisst es.
So rechnet der Konzern mit einer starken Ertragsdynamik in den kommenden Jahren. Deshalb wird der Generalversammlung vom kommenden 7. Mai eine unveränderte Dividende von 46 Franken je Inhaberaktie beziehungsweise 9.20 Franken pro Namensaktie vorgeschlagen.
Wechselhafte Geschichte
Jelmoli ist einer der ganz grossen Namen des Schweizer Detailhandels. An der Bahnhofstrasse in Zürich hatte Franz Anton Jelmoli 1899 das erste Warenhaus der Schweiz bauen lassen. Mit dem Palast aus Glas und Stahl, der alles bot, was das Herz begehrte, sorgte er für eine Sensation.
Die wechselhafte 170-jährige Geschichte des Unternehmens war aber vor allem auch dadurch geprägt, dass Aktienpakete in immer rascherer Abfolge hin und her geschoben wurden.
1996 hatte Walter Fust die Aktienmehrheit von Jelmoli gekauft. Im Januar 2002 gab er seinen Rückzug bekannt, um sein Lebenswerk, die Fachhandelskette Dipl. Ing. Fust, zu retten. Jelmoli soll nun in eine Detailhandels- und in eine Immobiliengruppe zweigeteilt werden. Wegen dem unerwartet hohen Verlust bei Portable Shop mussten diese Pläne aufgeschoben werden.
swissinfo und Agenturen
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