Kampf gegen Tankerunfälle
An der ETH Lausanne wird ein schwimmendes Reservoir entwickelt, das auslaufendes Öl effizienter einkreisen und abpumpen lässt.
Fernziel ist seine permanente Installation auf Öltankern oder Bohrplattformen.
Die Forscher des Labors für hydraulische Konstruktionen der ETH Lausanne entwickeln die Idee des Tessiner Ingenieurs Ugo Cavalli weiter, wie die Erdöl-Vereinigung am Montag mitteilte. Bei der Bekämpfung von Tankerunfällen sind die heute gebräuchlichen Ölsperren oft überfordert.
Im Unterschied zu herkömmlichen Systemen bildet das «Réservoir Cavalli» einen geschlossenen Ring. Darin soll das Öl eingegrenzt und mit einem Boot von der Unfallstelle weggeschleppt werden. Durch eine gezielte Verkleinerung des Reservoirs wird der Ölteppich verdickt, was ein effizientes Abpumpen erleichtern soll.
Ein weiterer Vorteil: Die schwimmende Barriere könnte durch ein einziges Boot installiert werden, während dafür heute zwei Boote benötigt werden, wie Professor Anton Schleiss vom ETH-Labor auf Anfrage erklärte.
Bisher nur Versuchsmodell
Bisher existiert das «Réservoir Cavalli» erst als kleinräumiges Versuchsmodell, das seine Funktionsfähigkeit in einer Testreihe in Labors der ETH Lausanne und der Landeshydrologie in Ittigen, Kanton Bern, unter Beweis gestellt hat.
Die Konstruktion wird nun im Rahmen einer dreijährigen Forschungsarbeit weiter entwickelt, an der sich die Erdölvereinigung finanziell beteiligt.
swissinfo und Agenturen
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