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Kein Crossair-Verband für Swissair-Piloten

Wie der GAV für die Swissair-Piloten aussehen wird, ist noch ungewiss. Keystone Archive

Auf Druck der Swissair-Piloten werden die Piloten-Verbände von Swissair und Crossair erst in einem Jahr vereint. Der GAV-Streit mit den Piloten dauert an.

Die Integration der Swissair-Piloten in die Crossair ist mit Schwierigkeiten verbunden. Vorerst sollen die beiden Piloten-Corps nun ein Jahr lang parallel geführt werden. Damit wolle sich die Crossair Zeit geben, die beiden Corps zusammenzuschweissen, sagte Thomas Brandt, Leiter Flugoperationen, am Freitag: «Das hat auch eine sehr starke emotionale Komponente.»

Gerade der Absturz eines Crossair-Flugzeugs Ende November habe Emotionen bei den beiden Pilotencorps ausgelöst, sagte Brandt: «Der Unfall hat Anlass gegeben, das Unwohlsein auf beiden Seiten auszusprechen.»

Swissair-Piloten gehen zur Einigungs-Stelle

Weiteres Konfliktpotential liefert der neue Piloten-GAV. Der Swissair-Pilotenverband Aeropers beharrt auf seiner Mitsprache als Partner bei den GAV- Verhandlungen.

Die Crossair will dagegen nur die Crossair-Pilotengewerkschaft CCP als Vertragspartner akzeptieren: Man wolle den Vertrag mit einem Partner und nicht mit zwei oder drei aushandeln, sagte Brandt.

Die Aeropers hat nun die Eidgenössische Einigungs-Stelle angerufen und will den Anspruch juristisch durchsetzen. Wenn die Aeropers mit ihrem Anliegen nicht durchdringt, will sie weitere juristische Schritte prüfen. Weiter verlangen die Swissair-Piloten die Verhandlung eines ganz neuen GAV, wie Aeropers-Sprecher Ben Bosshardt sagte.

Einigung bei den Ground-Crews

Eine Lösung hat die Crossair dagegen mit den Gewerkschaften des Bodenpersonals gefunden: Crossair, die Gewerkschaften VPOD und GATA (Groundstaff Aviation Technics and Administration) sowie die Personalverbände SKV und PUSH werden Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag für das gesamte Bodenpersonal aufnehmen, teilte die Crossair am Freitag mit.

Daniel Vischer, der Präsident des VPOD Luftfahrt, bezeichnete die Lösung als vertretbaren Kompromiss. Sie sei auf jeden Fall besser als die bislang angebotenen Einzelverträge.

Die GAV-Verhandlungen will die Crossair bis Ende März abschliessen. Einige Punkte sollen rückwirkend auf Anfang Jahr in Kraft gesetzt werden.

Neuer Name im neuen Jahr

Crossair betonte am Freitag einmal mehr, dass die Entscheide über einen neuen Namen sowie der Anschluss an eine Allianz erst im neuen Jahr entschieden würden.

swissinfo und Agenturen

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