Kühne & Nagel will nach Rekordergebnis weiter wachsen
Die weltweit tätige Logistikgruppe Kühne & Nagel will nach dem Rekord-Ergebnis des letzten Jahres weiter wachsen. Dies soll auch mit Angeboten geschehen, welche nicht mehr mit dem klassischen Speditionsgeschäft zu tun haben.
Kühne & Nagel (KN) will neben der Transportleistung noch mehr für die Kunden tun und daran verdienen, wie es an den am Donnerstag (05.04.) in Schindellegi (SZ) und Hamburg gleichzeitig stattfindenden Bilanz-Präsentationen hiess.
Beim Supply Chain Management geht es darum, dass KN für einen Hersteller die komplette Belieferung mit Rohstoffen oder Vorprodukten übernimmt, wie auch den Transport der fertigen Waren. KN will allerdings nicht in die Belieferung der Endkonsumenten einsteigen. Das Unternehmen übernimmt auch Aufgaben, die bisher der Warenhersteller leistete.
So werden in Stuttgart Computerdrucker für einen Kunden KN endmontiert, verpackt und verschickt. Für die deutsche Bundeswehr will das Unternehmen die Transporte für eine ganze Brigade übernehmen. Das Projekt sei Teil der Privatisierungsstrategie des Verteidigungsministeriums, hiess es in Hamburg.
Als weltweiten strategischen Schwerpunkt wurde der Ausbau der Kontrakt-Logistik genannt. Nach der Ausdehnung auf den asiatisch-pazifischen Raum werde KN diese Aktivitäten auch in Nordamerika verstärken, hiess es. Ziel sei eine strategische Akquisition jenseits des Atlantiks.
Das in Schindellegi domizilierte Unternehmen legte zum neunten Mal in Folge ein Rekordergebnis vor. Wie berichtet, stieg der weltweite Umsatz um 24,3 Prozent auf 8,247 Mrd. Franken. Der Reingewinn war mit 125,9 Mio. Franken 32,2 Prozent höher als 1999.
Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich um 9,2 Prozent auf 13’765. Die grossen Umsatz- und Gewinnbringer für die Spedition waren letztes Jahr die Seefracht
(3,7 Mrd. Franken Umsatz) und die Luftfracht (1,9 Mrd. Franken). Die KN-Gruppe ist laut eigenen Angaben an 500 Standorten in mehr als 85 Ländern vertreten.
Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 22,50 Franken je Aktie vor. Für 2001 wird ein Umsatz- und Gewinnwachstum von sieben bis zehn Prozent erwartet.
swissinfo und Agenturen
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