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Leuthard fordert Bonus-Transparenz bei UBS

Bundesrätin Doris Leuthard fordert von der Grossbank UBS, dass sie noch vor der Bilanzmedienkonferenz am 10. Februar Transparenz schafft in Sachen Boni an ihre Mitarbeiter - und zwar gleich, nachdem der Verwaltungsrat entsprechende Entscheide gefällt habe.

«Ich bin der Meinung, dass die UBS rasch Transparenz schaffen muss», sagte die Finanzministerin in einem Interview in der Berner Zeitung und des Tages-Anzeigers vom Samstag.

«Diese Information sollte noch vor der Bilanzkonferenz erfolgen. Dann wird vielleicht auch alles erklärbarer und transparenter.»

Das sei in einer solchen Situation wichtig. «Die Leute auf der Strasse müssen wissen, wie viel die UBS-Banker an Fixlöhnen und an variablen Entschädigungen bezogen haben. Und zwar schnell», so Leuthard.

Sie spricht sich in dem Interview gegen Obergrenzen für Banker – wie überhaupt für alle Wirtschaftsbereiche – aus. Allerdings sagt sie auch: «Für mich ist klar, dass die Lohnunterschiede zwischen dem Bankensektor und den übrigen Bereichen zu gross geworden ist. Die Löhne der Banker müssen sinken, das steht für mich fest.»

Allerdings sei es «nicht die Sache des Staates, festzulegen, wie hoch die Löhne des Managements sein dürfen». Dafür seien die Aktionäre zuständig, so Leuthard. Deshalb wolle der Bundesrat auch die Rechte der Aktionäre stärken.

«Wir haben die Position von Frau Leuthard zur Kenntnis genommen und werden es sicher nochmals diskutieren», sagte UBS-Präsident Peter Kurer am Samstag in einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Er gehe aber vorderhand davon aus, dass die UBS wie angekündigt am 10. Februar informieren werde.

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