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Mövenpick mit weiterem Millionen-Verlust

Auch das Mövenpick-Hotel am Genfersee spürt die angespannte Wirtschaftslage. moevenpick-group.com

Der Schweizer Gastronomie- und Hotelkonzern Mövenpick ist im letzten Jahr weiter in die roten Zahlen gerutscht und weist einen Verlust von 45,5 Mio. Franken aus.

2001 hatte Mövenpick nach zehn Jahren mit 11,6 Mio. Franken erstmals einen Verlust hinnehmen müssen.

Der Umsatz sank im letzten Jahr um 9,1% auf 824 Mio. Franken (Vorjahr: 906,4 Mio. Franken), wie der Konzern am Dienstag bekannt gab. Der Betriebsverlust (Ebit) betrug 30,2 Mio. Franken (Vorjahr: +7,9 Mo. Franken).

Die Rückgänge seien vor allem durch die Konjunkturflaute und die schlechte Konsumentenstimmung bedingt. Dies gelte insbesondere für Deutschland, wo Mövenpick fast 40% des Umsatzes erzielt.

Konzentration auf Kerngeschäft

Sämtliche Bereiche hätten tiefere Umsätze hinnehmen müssen. Besonders ausgeprägt war der Rückgang im Gastronomie-Bereich. Die Rechnung wurde zusätzlich durch einmalige Sonderkosten belastet, wie es weiter hiess. Diese fielen vor allem wegen des Verkaufs der Convenience-Food-Lieferantin Deliciel an.

Um wieder schwarze Zahlen zu schreiben, will die Mövenpick-Gruppe sich von ihrer starken Diversifizierung verabschieden. In Zukunft solle das Kerngeschäft Gastronomie und Hotels im Zentrum stehen. Damit, so hofft der abtretende Konzernchef Bruno Schöpfer, sollte es der neuen Führung gelingen, den Konzern wieder in die schwarzen Zahlen bringen.

Nachdem im vergangenen Jahr die Deliciel verkauft worden war, veräusserte Mövenpick Anfang dieses Jahres die Sparte Speiseeis an den Nahrungs-Multi Néstlé. Auch das Weingeschäft soll nun abgestossen werden.

Statt Dividende Kapitalherabsetzung

Zur Mövenpick-Gruppe gehören weltweit 113 Restaurants und 48 Hotels in insgesamt 14 Ländern. Die Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wird mit insgesamt 13’800 angegeben.

Die Mövenpick-Aktionäre müssen angesichts des letztjährigen Verlusts erneut auf eine Dividende verzichten. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung stattdessen eine Kapitalherabsetzung vor. Geplant ist eine Nennwertrückzahlung von 2 Fr. je Namenaktie und von 10 Fr. je Inhaberaktie.

swissinfo und Agenturen

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