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Patentvergleich kostet Syngenta 200 Millionen

Syngenta zahlt Bayer 200 Mio. Franken und legt den Patentstreit so bei. swissinfo.ch

Der jahrelange Patentstreit zwischen dem Basler Agrochemie-Konzern Syngenta und dem deutschen Bayer-Konzern ist mit einem Vergleich beigelegt worden.

Der Patentstreit zwischen Syngenta und Bayer brach 1994 aus, nachdem beide Unternehmen Patentschutz für ähnliche Insektizide anmelden wollten. Die jetzt getroffene Vergleichs-Einigung beendet eine Reihe von rechtlichen Verfahren in den USA, Europa und Japan, wie Syngenta am Freitag mitteilte.

Syngenta zahlt Bayer rund 200 Mio. Franken. Dafür erhält der Schweizer Agrochemie-Riese im Gegenzug den weltweiten Zugang zu Pflanzenschutz-Märkten. Zudem erlaube der Vergleich die weltweite Nutzung des Potenzials des Wirkstoffs Thiamethoxam in den grössten Pflanzenschutz-Märkten.

Beide Wirkstoffe gehören in die Gruppe der Neonicotinoide, um welche der Streit entbrannt war. Laut Syngenta waren die Patent-Auseinandersetzung und die Vergleichs-Verhandlungen ein langwieriger und komplexer Prozess.

Hoffen auf Amortisation

Es sei geplant, die in den kommenden sechs Monaten fällige Zahlung über 200 Mio. Franken in den nächsten 20 Jahren durch den erhofften Markterfolg der Insektizide auf Basis von Thiamethoxam zu amortisieren, sagte Syngenta-Sprecher Paul Castle.

Es seien keine Rückstellungen geplant und keine weiteren Patentstreite hängig.

US-Entscheid – kein Präjudiz

Letzten Juni hatte Syngenta vor einem US-Patentgericht im Streit mit Bayer recht bekommen, wonach der Basler Konzern die Erfindung der neuen Wirkstoffgruppe zu Recht für sich beanspruche. Bayer hatte gegen den Entscheid Berufung eingelegt.

Der Entscheid des US-Gerichts habe kein Präjudiz für Gerichte und Behörden in anderen Ländern bedeutet, weshalb der Vergleich angestrebt worden sei, sagte Castle. Wie Bern Pomrehn, Analyst der Zürcher Kantonalbank, sagte, könnte Syngenta in den nächsten vier Jahren mit den neuen Insektiziden einen jährlichen Ertrag von über 650 Millionen Franken erzielen.

swissinfo und Agenturen

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