Poker um Champions League
Der Europäische Fussballverband, die UEFA, hat noch nicht entschieden wer künftig die Champions League vermarkten darf. Im Januar wird weiter verhandelt.
Dass in der Fussball Champions League das grosse Geld liegt, ist eine Binsenwahrheit. Wer die Vermarktungsrechte besitzt, hat einen Goldesel im Stall. Dementsprechend umkämpft (und teuer) sind diese Rechte denn auch.
Noch bis ins Jahr 2003 hat die UEFA die Vermarktungsrechte für die Champions League der Luzerner Firma Team übertragen. Team gehört zu 80% der Highlight Communications. Der Firmensitz befindet sich in Pfäffikon (Kanton Schwyz), die Firma ist im Handel mit Filmrechten gross geworden.
Allerdings ist es fraglich, und wurde jetzt auch nicht entschieden, ob Highlight diese Vermarktungsrechte auch über 2003 hinaus erhält. Die Rechte wurden von der UEFA bis 2006 ausgeschrieben. Laut «Financial Times Deutschland» sei auch die amerikanische IMG an den Champions League-Vermarktung interessiert. IMG wolle der UEFA mehr Geld garantieren, schreibt «Financial Times Deutschland».
Überrascht
Man sei schon etwas überrascht, sagt man bei Highlight, dass die UEFA noch nicht entschieden habe. Allerdings man bleibe weiterhin zuversichtlich. «Wir werden jetzt mal abwarten, was die Begründung ist», sagt Hihglight-Verwaltungsrats-Mitglied Marco Syfrig in einer ersten Stellungnahme.
Analyst Florian Leinauer von der Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen) wertet die Nachricht negativ für Highlight. «Die Verlängerung der Verhandlungen zeigt, dass die UEFA offensichtlich doch sehr hart verhandelt, und das Rennen sehr eng ist», sagte Leinauer.
swissinfo und Agenturen
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