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Rohstoff für Pommes gesucht

Schweizerinnen und Schweizer essen derart viel Pommes-Chips, dass den Produzenten 5000 Tonnen Rohstoff fehlen. Keystone Archive

Die Vereinigung Schweizerischer Kartoffel-Produzenten (VSKP) sucht dringend Kartoffeln für die Herstellung von Chips und Pommes Frites.

Rund 1850 Tonnen Kartoffeln trockneten die Kartoffelproduzenten im Herbst, um dem damaligen Überangebot Herr zu werden, sagte Walter Balmer, Präsident der Vereinigung Schweizerischer Kartoffelproduzenten (VSKP).

5000 Tonnen fehlen

Doch schon im Frühling gab es wieder zu wenig Knollen auf dem Schweizer Markt. «Es fehlen 5000 Tonnen», sagt Balmer. Einerseits seien mehr abgesetzt worden als erwartet, erklärte Peter Pfister, Präsident der Branchen-Organisation swisspatat. Andererseits sei ein Teil der Lagerbestände qualitativ zu schlecht gewesen, um zu Pommes Frites verarbeitet zu werden.

Um der Kartoffel-Knappheit Herr zu werden, rief die VSKP letzten Monat alle Kartoffel-Produzenten und Lagerhalter dazu auf, ihre Keller zu räumen. Lediglich 300 Tonnen Bintje und 80 Tonnen Agria förderten sie mit dieser Aktion zu Tage. Es blieb also nur mehr der Import, um die Schweizerinnen und Schweizer dennoch mit ausreichend Chips und Pommes Frites beliefern zu können.

Importmenge aufgestockt

«Wir stockten die Importmenge um 2500 Tonnen auf», sagte Walter Balmer. Das entspreche 2 Prozent des Bedarfs der ganzen Industrie.

Statt der 22’250 Tonnen können die Produzenten somit dieses Jahr insgesamt 24’750 Tonnen aus dem Ausland einführen. Davon sind 11’750 Veredlungs-Kartoffeln. Allerdings dürften sie das Kontingent nur solange ausschöpfen, bis einheimische Kartoffeln auf dem Markt seien, sagte Peter Pfister. Der Import dürfe nicht die einheimische Ware konkurrenzieren.

swissinfo und Agenturen

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