Vorsorge für Atomunfälle
Als Vorsorge für Atomunfälle sollen Jodtabletten in einem Radius von 20 statt nur 5 Kilometern um die Kernkraftwerke direkt an die Bevölkerung verteilt werden.
Für den Fall eines atomaren Unfalls, der die Gefährdung der Bevölkerung durch radioaktives Jod zur Folge haben kann, hat der Bund in den Jahren 1993 und 1994 Kaliumiodid-Tabletten an Haushalte, Schulen und Unternehmen ausgeliefert. Diese sind im Dezember 2001 verfallen und müssen ausgetauscht werden, obschon sie uneingeschränkt wirksam sind.
Abgabe direkt an Bevölkerung
Die Jodtabletten wurden in der Zone 1 (näher als 5 Kilometer bei einem KKW) durch die Kantone und Gemeinden direkt an die Haushalte verteilt. In den meisten Gemeinden der Zone 2 (näher als 20 Kilometer) wurden die Tabletten nicht abgegeben, sondern dezentral aufbewahrt.
Der Tablettenaustausch biete nun Gelegenheit, diese oft kritisierte Aufbewahrungsart der Tabletten für rund eine Million Menschen neu zu organisieren, teilte das Departement des Innern (EDI) am Dienstag mit. Es ist deshalb vorgesehen, die Tabletten in der ganzen Zone 2 vorsorglich zu verteilen und zwar direkt durch den Bund.
Der Austausch der alten Tabletten ist für Ende 2002 geplant. Sämtliche damit verbundenen Kosten tragen die Kernkraftwerke. Die Vernehmlassung zur Verordnungsänderung läuft bis zum 9. August 2002.
swissinfo und Agenturen
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