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Wechselkurs als Risiko

Bruno Gehrig, Vizepräsident des SNB-Direktoriums. Keystone

Die Nationalbank befürchtet weiterhin keine Rezession. Gerechnet wird mit einem Wachstum 2002 von einem Prozent. Grösster Risiko sei der Wechselkurs.

Eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums ist noch keine Rezession. Als wichtigen Risikofaktor für den weiteren Verlauf des Wachstums in der Schweiz bezeichnete der Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank, Bruno Gehrig, die Wechselkursentwicklung. In einem Vortrag an der Universität St. Gallen sprach Gehrig zudem von einem historisch vergleichsweise starken gegenwärtigen Einbruch der Konjunktur im OECD-Raum.

Zugleich wies er aber darauf hin, dass die Abschwächung nicht dem üblichen Muster der Nachkriegsgeschichte folge, denn sie sei keine Korrektur eines zuvor monetär also von den Geldbehörden ausgelösten Nachfragebooms. Vielmehr habe die Abschwächung ihren Ursprung in den nach 1995 angestiegenen und im weiteren Verlauf exzessiven Ertragserwartungen (Shareholder Value-Mentalität).

«Es kann besser oder schlechter kommen»

In seinem Ausblick für die Schweiz hielt Gehrig an den Prognosen vom vergangenen 7. Dezember fest. Demnach sollte sich das Realwachstum, das gegenwärtig nahe beim Nullpunkt liegt, in der zweiten Jahreshälfte wieder in Richtung zwei Prozent bewegen. Dies ergäbe für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinland-Produkts von rund einem Prozent.

Gehrig verwies aber auch auf die Unsicherheiten. Die Nationalbank sei sich bewusst, dass die Wechselkurs-Entwicklung für die Schweizer Konjunktur ein hohes Risiko darstelle. Deshalb «kann es besser, aber auch schlechter kommen», sagte Gehrig. Ob ein weiterer Zinsschritt nach oben oder nochmals unten erforderlich sein werde, werde von der weiteren konjunkturellen Entwicklung und ihren mutmasslichen Folgen für die Preisstabilität abhängig sein.

swissinfo und Agenturen

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