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Weniger Güterverkehr über die Alpen

Auf Strasse und Schiene sind im vergangenen Jahr weniger Güter durch die Alpen transportiert worden. Besonders stark spürten die Bahnen die Wirtschaftskrise: Sie transportierten über 17 Prozent weniger Güter durch die Alpen als im Vorjahr.

2009 sind 1,18 Millionen Lastwagen durch den Alpenbogen gefahren. Das sind 7,4% weniger als im Vorjahr, wie das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mitteilte.

Noch stärker hat sich die Wirtschaftskrise bei der Bahn ausgewirkt. Sie transportierte noch 20,9 Millionen Tonnen durch die Alpen, 17,7% weniger als im Vorjahr. Entsprechend verlor die Schiene gegenüber der Strasse Marktanteile. 2009 wurden 61% der Güter auf der Schiene befördert, im Vorjahr waren es noch 64% gewesen.

Die 1,18 Millionen Lastwagenfahrten bedeuteten den niedrigsten Wert seit 1998. Der Rückgang beim Schienenverkehr sei unter anderem auf die stark gesunkenen Preise beim Strassentransport zurückzuführen, schreibt das UVEK.

Ausserdem sei durch die Wirtschaftskrise die Nachfrage nach Stahl, Autos, Holz und Papier besonders stark zurückgegangen. Diese Güter werden gewöhnlich mit der Bahn transportiert.

Trotz dem Rückgang lag die Zahl der Lastwagenfahrten immer noch deutlich über dem Verlagerungsziel von 650’000 Fahrten pro Jahr. Dieses Ziel könne nur mit zusätzlichen Instrumenten erreicht werden. Das grösste Potenzial hätten Schwerverkehrs-Managementsysteme für Alpenpässe wie die Alpentransitbörse.

Die Schadstoffbelastung entlang der Alpentransitachsen liege im Bereich der Vorjahre. Da an den meisten Stationen die Grenzwerte immer noch überschritten würden, bestehe weiterhin Handlungsbedarf.

swissinfo.ch und Agenturen

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