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Widerständige Finanzmärkte

BIZ-Generaldirektor Andrew Crocket markiert Optimismus. Keystone

Laut Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben die Finanzmärkte den Schock der Terroranschläge in den USA erstaunlich gut bewältigt.

Laut dem für Montag freigegebenen Quartalsbericht der Bank der Zentralbanken in Basel versetzten die Terroranschläge vom 11. September die weltweiten Finanzmärkte zwar in eine ganz neue Unsicherheit. Die unmittelbaren Folgen seien Störungen an einigen Märkten und Umschichtungen in weniger riskante Vermögenswerte gewesen.

Dennoch hätten sich die meisten Märkte wie auch die Stimmung der Marktteilnehmer als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Innerhalb einer Woche hätten die meisten Festzinsmärkte wieder gearbeitet, wenn auch mit geringerer Kapazität.

Erholung bis Mitte 2002

Gegen Ende September erholte sich der Absatz am Markt für Unternehmens-Schuldtitel, und Mitte Oktober waren die Aktienkurse auf das Niveau vor den Anschlägen zurückgekehrt, wie die BIZ schreibt. Die Anleger rechneten zwar mit einer stärkeren Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, glaubten aber offenbar weiterhin an eine Erholung bis Mitte des nächsten Jahres.

Dieser Optimismus, der durch die Lockerung der Geldpolitik in mehreren Ländern unterstützt wurde, erstreckte sich nach Beobachtung der Basler Finanzinstitution allerdings nicht auf die Volkswirtschaften der Schwellenländer. Hier sei es zu höheren Risikoaufschlägen und zu Abflüssen von Portfolio-Investitionen gekommen.

Hinzu kamen die Probleme Argentiniens und der Türkei. Der Ansteckungseffekt dieser Krisenherde auf andere aufstrebende Volkswirtschaften sei aber begrenzt gewesen, meint die BIZ.

Die Nachfrage nach internationalen Finanzierungen ging im dritten Quartal weiter zurück. Der Nettoabsatz am internationalen Markt für Schuldtitel sank im Vergleich zum Vorquartal um 40 Prozent auf 169 Mrd. Dollar. Umgekehrt erreichte der Gesamtumsatz der börsengehandelten Finanzderivate einen neuen Höchststand.

Für das internationale Bankgeschäft liegen erst Daten zum zweiten Quartal vor. Sie zeigen laut BIZ eine schwache Nachfrage und einen Rückgang der Auslandsforderungen der Banken der Industrieländer um 117 Milliarden Dollar.

swissinfo und Agenturen

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