Balzan-Preise: Vom Theater bis zur Stammzelle
Die renommierten Balzan-Preise 2010 gehen an den Deutschen Manfred Brauneck, den Italiener Carlo Ginzburg, den Japaner Shinya Yamanaka und den Brasilianer Jacob Palis. Die Preisträger erhalten je 1 Mio. Franken.
Der Hamburger Theaterwissenschaftler Manfred Brauneck erhielt den Preis in der Kategorie «Geschichte des Theaters». Der 76-Jährige war jahrelang Professor für Theaterwissenschaft und Direktor des Zentrums für Theaterforschung an der Universität Hamburg. Er gilt als einer der besten Kenner der europäischen Theatergeschichte.
Im Gebiet «Europäische Geschichte zwischen 1400 und 1700» ausgezeichnet wurde Carlo Ginzburg von der Hochschule Pisa.
Der japanische Arzt und Forscher Shinya Yamanaka erhielt den Preis im Gebiet der Stammzellforschung und der brasilianische Mathematiker Jacob Palis schwang in der reinen oder angewandten Mathematik obenaus.
Die internationale Balzan-Stiftung mit Sitz in Zürich und Mailand vergibt seit 1979 jährlich Preise in vier verschiedenen Wissenschafts- und Kulturgebieten.
Die Hälfte des mit jeweils 1 Mio. Franken dotierten Wissenschaftspreises muss in Projekte fliessen, die vorzugsweise von jungen Forschern durchgeführt werden.
Alle drei bis fünf Jahre vergibt die Stiftung auch einen mit 2 Mio. Franken dotierten Friedenspreis.
Die Ehrungen werden abwechselnd in Bern und in Rom vorgenommen. Die diesjährige Preisübergabe findet am 19. November in Rom statt.
2009 war der Solarzellenforscher Michael Grätzel von der ETH Lausanne unter den Preisträgern gewesen.
swissinfo.ch und Agenturen
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