Deutscher Preis für Schweizer Gen-Forscher
Der mit 1,13 Mio. Franken dotierte Körber-Preis geht in diesem Jahr an ein internationales Forscherteam, dem auch ein Schweizer Forscher angehört. Die Gruppe will die Erträge von Nutzpflanzen gentechnisch erhöhen.
Wie die Körber-Stiftung am Donnerstag (05.07.) in Hamburg mitteilte, geht der Preis an ein Team von fünf Wissenschaftlern, die den Ertrag von Nahrungspflanzen mit Hilfe der Gentechnik steigern möchte. Die Forscher seien weltweit führend bei der Untersuchung von Transportvorgängen durch pflanzliche Zellmembranen. Das Team will mit Hilfe der Gentechnik Pflanzen züchten, die beispielsweise toleranter gegenüber versalzenen Böden sind.
Zu den Preisträgern gehören Prof. Wolf-Bernd Frommer (Tübingen), Prof. Rainer Hedrich (Würzburg), Prof. Enrico Martinoia (Schweiz), Prof. Dale Sanders (Großbritannien) und Prof. Norbert Sauer (Erlangen-Nürnberg). Martinoia forscht und lehrt am botanischen Institut der Universität Neuenburg uns sitzt im Komitee der schweizerischen Pflanzen-physiologischen Gesellschaft.
Gen-Pflanzen als Tierfutter
Die Preisträger versprechen sich mit ihrer Vorgehensweise neue Ansätze zur Lösung ökologischer und ökonomischer Probleme. Insbesondere Anbauprobleme in den Entwicklungsländern könnten langfristig gelöst werden. Aber auch in unseren Breitengraden könnte die Züchtung ertragreicherer Nutzpflanzen immer wichtiger werden. Diese neuen Pflanzensorten würden beispielsweise das Zufüttern von Tiermehl zur Deckung des Eiweissgehaltes bei Tieren überflüssig machen.
Die private und gemeinnützige Körber-Stiftung engagiert sich seit vier Jahrzehnten im Bereich der internationalen Verständigung, fördert die historisch-politische Kultur sowie Wissenschaft und Forschung.
swissinfo und Agenturen
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