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Expo.02: Sparpaket von 40 Millionen geschnürt

Neuenburg verliert "Ada" - ein Projekt, das der künstlichen Intelligenz gewidmet ist. Keystone

Eine der 39 Ausstellungen, "Hors sol" in Murten, fällt den Sparmassnahmen zum Opfer, während "Ada" in Neuenburg auf Eis gelegt wird.

Falls keine Sponsoren gefunden werden, werde «Ada» ebenfalls gestrichen, sagte Expo-Sprecher Laurent Paoliello. Das der künstlichen Intelligenz gewidmete Projekt taucht auch nicht im Expo-Führer «Ticket» auf, da nicht sicher ist, ob es technisch machbar ist.

Die mobile Arteplage des Kantons Jura muss mit einem kleineren Budget als vorgesehen auskommen. In Biel ist die geplante schraubenförmige Helix auf der Passerelle zwischen Plattform und Expo-Park bedroht.

Bei den Events wird das Budget für das Strassentheater reduziert. Der Bieler Nachtclub, das Projekt, das neuen Tendenzen in der Musik, in Mode und Design gewidmet ist, wird nur eröffnet, wenn er zu 100% durch Sponsoring finanziert werden kann. In Murten wird auf das Projekt «Universum Kino» verzichtet. Die Expo hofft bei ihren Partnern auf Verständnis für die Kürzungen.

«Gleichgewicht gefährdet»

Franz Steinegger, Präsident des Steuerungskomitees, hatte die Sparübung von 40 Mio. Franken verlangt. Trotz der beschlossenen Einsparungen wird das Expo.02-Budget immer noch um 32 Mio. Franken überschritten. Das entspricht 2% des Gesamtbudgets von 1,4 Mrd. Franken. Mit diesem Budget könne gesagt werden, dass in Bezug auf die Kosten der Auftrag erfüllt worden sei, sagte Paoliello.

Mit den nun getroffenen Sparmassnahmen sei man an die Schmerzgrenze gegangen, sagte Generaldirektorin Nelly Wenger. Weitere Einsparungen hätten das Gleichgewicht unter den vier Arteplages gefährdet, sagte Wenger.

Alle Bereiche betroffen

Das Sparpaket trifft alle Bereiche der Landesausstellung, auch die Verwaltung. Die Kinderhorte, die zusätzlichen Parkplätze, der VIP-Service und ein Informationspunkt auf drei Arteplages werden beispielsweise gestrichen.

Die Spesen für Kommunikation und für den Empfang der Medien werden reduziert, ebenso wie Ausgaben für Beleuchtung, Reinigung oder für die Betreuung der Warteschlangen vor den Ausstellungen.

Fehlendes Sponsoring

Von den 358 Mio. Franken Defizitgarantie, die vom Bund in ein Darlehen umgewandelt wurden, seien wie vorgesehen 38 Mio. Franken für die Mehrwertsteuer ausgegeben worden. Weitere 32 Mio. Franken werden dazukommen, so dass am Schluss 288 Mio. Franken übrigbleiben.

Mit dieser Summe könnten die fehlenden 125 Mio. Franken Sponsorengelder abgedeckt werden. Es würden zusätzliche Anstrengungen unternommen, um diese Lücke so weit wie möglich zu schliessen, hiess es von Seiten der Expo.

Der Bund habe Wort gehalten, nicht aber die Wirtschaft, sagte Paoliello. Gebe es nicht zusätzliche Einnahmen, müsse das Risiko von der Defizitgarantie abgedeckt werden. «Man kann erst am Ende der Übung sagen, ob sie gelungen ist», schloss Paoliello.

swissinfo und Agenturen

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