

Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Das kleine Binnenland Schweiz ist ganz gross – in der Globalisierung. Kaum ein anderes Land tauscht sich mit dem Rest der Welt auf mannigfaltigen Ebenen so intensiv aus. Die Gründe für gibt’s heute in unserem Briefing.
Beste Grüsse aus Bern

Starker Handel, starker Finanzplatz, sehr mobile Bevölkerung: Drei von mehreren Gründen für die Topplatzierung der Schweiz punkto Globalisierung.
Meine Kollegin Pauline Turuban sagt Ihnen, was alles dahintersteckt, wenn die ETH Zürich in ihrem neuen Globalisierungsindex die Schweiz als Nummer eins taxiert. Der ganze Artikel:
Ebenfalls spannend aus unserer heutigen Produktion: Alte Mühen beim neuen E-Voting-Anlauf in der Schweiz.
Elektronisches Abstimmen und Wählen: Das tönt wie ein Traum. Gerade für Sie als Auslandschweizerin oder Auslandschweizer. Aber der digitale Stimmkanal dürfte auch in der neuen Ausgabe, die aktuell in drei Kantonen getestet wird, seine alten Probleme nicht los werden: hohe Sicherheitsrisiken und Kosten.
Mein Kollege Balz Rigendinger hat darüber mit zwei Expert:innen debattiert – in der Sendung Let’s talk von SWI swissinfo.ch.
Zu guter Letzt noch dies auf unserer heutigen Menükarte:
Diese Frage stellen Ihnen unsere Kollegen im fünfsprachigen SRG-Format dialog.
Das Thema des WEF 2024, das am Montag in Davos beginnt, lautet «Rebuilding Trust» («Vertrauen wieder aufbauen»). Als grosse Gefahren für das Vertrauen, das unter den verschiedenen Akteur:innen gerade in Demokratien unabdingbar ist, nennt das WEF Desinformation, extreme Wetterereignisse und die politische Polarisierung der Gesellschaft.
Aber können oder wollen die Hotshots aus Wirtschaft und Politik, die sich in den verschneiten Schweizer Bergen treffen, überhaupt so ernsthaft gegen die Vertrauenserosion angehen, wie sie auf den Bühnen des WEFs vorgeben? Oder geht es dort oben um etwas ganz anderes? Was ist Ihre Meinung? «Dialogisieren» Sie mit!
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Jetzt hat er auch an der legendären Lauberhorn-Abfahrt zugeschlagen: Marco Odermatt fuhr mehr als eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz.
Den ersten Sieg in einer Weltcup-Abfahrt erzielte der beste Skirennfahrer der Gegenwart vor heimischem Publikum auf der verkürzten Strecke und bei Prachtwetter. Das Rennen auf der Originalstrecke, der längsten des Weltcups, erfolgt diesen Samstag.
Beim Abfahrtsklassiker im Berner Oberland haben unsere Kolleg:innen des Schweizer Fernsehens ein interessantes Paradox entdeckt: Obwohl die Strecke in den letzten Jahrzehnten aus Sicherheitsgründen deutlich entschärft und verlängert wurde, sind Odi & Co. heute schneller unten als Peter Müller bei seinem Sieg 1980, also vor 44 Jahren.
Zur spannenden Vergleichsanalyse sei hier nur ein Detail verraten: die Skis. Während Müller auf ellenlangen «Pommes frites» zu Tale brauste, gewann Beat Feuz 2018 auf veritablen Hightech-Geräten, die ganze 30 Zentimeter kürzer waren.
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Öffentlicher Verkehr rund um die Uhr? Das gab’s bisher nur in Metropolen. Im Kanton Graubünden fahren seit einem Monat erstmals Busse bis fast zwei volle Zeigerumdrehung.
Von der Neuerung profitieren Einheimische wie Gäste in der Region Lenzerheide-Albula: Kleine Nachtbusse chauffieren sie bis vier Uhr morgens an ihre Destinationen.
Dabei gibt es keine festen Fahrpläne. Aber die Passagiere können ihren «Ride» per App buchen. Die Fahrt auf Verlangen ist nicht teurer als tagsüber.
Zürich prüft, ebenfalls einen 24h-ÖV anzubieten – sie wäre dann die erste Stadt im Land, die mit dem Angebot von echten Metropolen wie New York oder Paris gleichziehen würde.
- Erste Region lässt Busse rund um die Uhr fahren – der 24-Stunden-ÖV in der Schweiz ist daExterner Link – Watson.
- Mehrere Gratis-ÖV-Initiativen in den Kantonen hängigExterner Link – ebenfalls ein Watson-Bericht.
- Warum die Idee vom Gratis-ÖV in der Schweiz nicht ankommt – Hintergrund von SWI-Journalist Christian Raaflaub.

Autsch, das tut weh: Der Schweizer Pass ist gerade mal so viel wert wie der von Malta oder Griechenland.
Nur 190 Länder können Inhaber:innen des Schweizer Passes ohne Visum bereisen.
Fünf Länder öffnen ihren Bürger:innen die visafreie Einreise in ganze 194 Länder. Es sind dies Singapur, Japan, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien.
Ich kann dazu nur so viel sagen: Tragen Sie dies als Schweizerin und Schweizer mit Fassung, geniessen Sie weiterhin Ihre Reisen – und nehmen Sie nicht gleich jedes Ranking schwer wie ein Schweizer Hochseeschiff!
Ironie aus!
- Schweizer Pass ist nur so gut wie der von Griechenland & MaltaExterner Link – Bericht in Nau.
- Wie erhalte ich den Schweizer Pass? – Video von SWI swissinfo.ch.
- Eine Schweizerin kriegt keinen Schweizer Pass – Beitrag meiner Kolleginnen Melanie Eichenberger und Julie Hunt über Cate Riley, Tochter von Schweizer Eltern, die mit 52 endlich Schweizerin werden möchte.

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