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Bundespräsident Merz fordert Bescheidenheit

In der traditionellen Radio- und TV-Ansprache zum 1. August hat Bundespräsident Hans-Rudolf Merz angesichts der Wirtschaftskrise an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert. Auch Bundesrat Ueli Maurer und die Bundesrätinnen Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard gaben Ratschlage für die Krise.

Merz verwies auf die Krise und die Sorgen der Bevölkerung und warnte davor, die Sozialwerke zu überlasten. «Wir müssen bei uns selber beginnen», sagte der Finanzminister.

Es brauche wieder mehr Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft. «Wir müssen eingestehen, dass wir überbordet haben.» Die Krise sei aber auch eine Chance – gerade für die Wirtschaft, die jetzt Mut und Erfindergeist zeigen müsse.

Merz sieht auch bereits «erste feine Silberstreifen am Horizont». Der Wiederaufschwung kündige sich an.

Mit Fleiss, Qualität und Zuverlässigkeit sei der Weg aus der Krise zu schaffen.

In einer über Internet verbreiteten Rede rief Merz die Auslandschweizer dazu auf, die Botschaften der Schweiz zu verbreiten und die Qualitäten des Landes zu verkörpern.

Es gelte, sich auf die Stärken der Schweiz zu besinnen und die richtige Mischung zwischen Freiheit und Solidarität zu finden, war der Tenor der Reden der Bundesrätinnen Eveline Widmer-Schlumpf und Doris Leuthard.

Ein volles Programm mit sechs Reden und der Teilnahme an einem Brunch hatte Ueli Maurer an seinem ersten Nationalfeiertag als Bundesrat. Er rief die Schweiz dazu auf, Neidern und Kritikern mit mehr Selbstvertrauen zu begegnen.

Rund 600 Personen haben am Samstag an der traditionellen 1.-August-Feier auf dem Rütli teilgenommen.

swissinfo.ch und Agenturen

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