Jurafrage: Status quo+ oder neuer Kanton?
Zwei Modelle zur Zukunft des Berner Juras sieht der Bericht der Interjurassischen Versammlung (IJV) vor. Festgelegt hat man sich jedoch nicht, denn entscheiden soll das Volk.
Die vor 15 Jahren eingesetzte IJV hat eine Schlussbilanz vorgelegt. Für die politische Lösung der Jurafrage schlägt sie zwei Alternativen vor.
Nach dem ersten Modell «Status quo+» bleibt der Berner Jura beim Kanton Bern. Seine Stellung soll jedoch gestärkt werden. Erreicht werden würde dies mit einer Vereinfachung der institutionellen Landschaft des Berner Jura, mit einer territorialen Reorganisation sowie mit einer Stärkung der interjurassischen Zusammenarbeit.
Im zweiten Modell würden die drei Amtsbezirke des Berner Juras und die Bezirke des Kantons Jura zu einem neuen Kanton zusammengefügt. Die 132 Gemeinden, die Ende 2008 in der Region bestanden, würden zu sechs Grossgemeinden fusioniert.
An interaktiven Informationsveranstaltungen will die IJV nun ihre Vorschläge diskutieren, denn das Volk solle entscheiden, welche Lösung es wolle. Dazu müssten die Kantone Bern und Jura unter Federführung des Bundes eine Volksabstimmung organisieren.
swissinfo und Agenturen
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