6. Alpenkonferenz in Luzern eröffnet
Bundesrat Moritz Leuenberger hat am Montag (30.10.) in Luzern die 6. Alpen-Konferenz eröffnet. Wichtigstes Traktandum des zweitägigen Anlasses ist am Dienstag die Unterzeichnung des Verkehrs-Protokolls der Alpenkonvention.
An der Förderung des öffentlichen Verkehrs führe kein Weg mehr vorbei, sagte Leuenberger bei der Eröffnung der Konferenz. Nur so könne der Kollaps auf der Strasse verhindert und eine ökologischere Verkehrspolitik verwirklicht werden.
Die Schweiz allein könne die Verlagerung des internationalen Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene nicht schaffen, sagte Leuenberger. Hier müssten Vereinbarungen wie das Landverkehrsabkommen oder die Alpenkonvention ansetzen.
Umstrittene Auswirkungen am Gotthard
Mit dem Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten, auf den Bau neuer alpenquerender Strassen zu verzichten. Neue Strassen-Projekte sind laut Protokoll nur möglich, wenn sie spezifischen Kriterien der Nachhaltigkeit genügen. Laut Bundesrat könnte eine zweite Röhre am Gotthard gebaut werden. Umweltschützer dagegen verneinen dies.
An der Alpenkonvention beteiligt sind neben der Schweiz Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Monaco, Österreich, Slowenien und die EU. Die Alpenkonferenz tritt alle zwei Jahre auf Ministerebene zusammen.
swissinfo und Agenturen
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