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Bevölkerung schluckt mehr Pillen

Die Gesundheitsbefragung 2007 zeigt auf, dass die Bevölkerung mehr Medikamente konsumiert als noch vor fünf Jahren, Frauen aber häufiger auf Hormonersatz- und Antibabypillen verzichten. Romands schlucken mehr Pillen als Deutschschweizer.

Fast jede oder jeder Zweite in der Schweiz nahm 2007 über einen Zeitraum von sieben Tagen mindestens ein Medikament ein. Noch 1992 tat dies nur jeder oder jede Dritte, heisst es in der vom Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag veröffentlichten Befragung.

Frauen nahmen häufiger Medikamente ein als Männer (51 gegen 41%), Einwohner der Romandie häufiger als die der Deutschschweiz und des Tessins (52 gegen 45 respektive 44%).

Für diese regionalen Unterschiede habe man noch keine Erklärung, erklärte Gabriele Wiedenmayer vom BFS.

20% der Befragten hatten ein Schmerzmittel eingenommen, je 4 bis 5% ein Schlaf- oder Beruhigungsmittel, respektive Antidepressiva.

Bei Frauen sank der Anteil derjenigen, die eine Hormonersatztherapie anwendeten und die Pille zur Empfängnisverhütung schluckten.

Für den Rückgang des Konsums von Hormonersatz bei Frauen über 55 könnten laut Wiedenmayer die neuen Erkenntnisse über die Schädlichkeit solcher Therapien verantwortlich sein.

Bei der Empfängnisverhütung allgemein ist seit 1997 ein leicht abnehmender Trend erkennbar. Markant sank der Anteil der Frauen, die die Pille zur Empfängnisverhütung schluckten: Nahmen 2002 43% der 15- bis 24-jährigen Frauen die Anti-Baby-Pille, so waren es 2007 noch 36%.

An dieser vierten Gesundheitsbefragung beteiligten sich 18’760 Personen.

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