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Del Ponte betroffen über misslungenen Einsatz in Bosnien

(AP-Picture) Keystone

UNO-Truppen wollten in Bosnien einen mutmasslichen Kriegsverbrecher festnehmen. Dabei sprengte er sich selber in die Luft.

«Ich lobe den Mut der Soldaten, die am Verhaftungsversuch teilnahmen. Wir teilen das Bedauern um den tragischen Ausgang», sagte Carla del Ponte am Freitag (13.10.).

Die Tessinerin Carla del Ponte ist Vorsitzende des Kriegsverbrecher-Tribunals in Den Haag. Sie erklärte, der Zwischenfall habe gezeigt, dass der Justizvollzug im Balkan immer noch eine gefährliche Angelegenheit sei.

Der als Kriegsverbrecher gesuchte Janko Janjic – alias Tuta – hätte in der Nacht auf Freitag in Bosnien verhaftet werden sollen. Während des Zugriffes zündete Janjic eine Handgranate und verletzte sich so schwer, dass er wenig später starb. Beim Zwischenfall wurden mehrere Soldaten verwundet worden.

Janjic soll während des bosnischen Bürgerkrieges Mitglied einer serbischen paramilitärischen Einheit gewesen sein. Er sollte angeklagt werden wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wie aus dem Kriegsverbrecher-Tribunal verlautete, hatte Janjic bereits früher gedroht, sich bei einem Verhaftungs-Versuch zu töten.

swissinfo und Agenturen

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