Fasnachts-Fieber ausgebrochen
Am Donnerstagmorgen ist in der Schweiz das Fasnachts-Fieber wieder ausgebrochen. Traditionell werden die katholischen Gegenden zuerst erfasst: In Luzern, Solothurn und St. Gallen legten die Guggen los.
Nach dem «Urknall» am diesjährigen «Schmutzigen Donnerstag» legten in der Hochburg Luzern die Guggenmusigen los. In Solothurn war die «Chesslete» im Gang, in St. Gallen sorgte die «Aaguggete» für Stimmung.
In Luzern warteten Tausende am Schweizerhofquai um 05.00 Uhr bei kalten Temperaturen von fast minus sechs Grad auf den traditionellen «Urknall» und die Ankunft des Nauens (flachkieliges Ruderboot) mit der Fritschi-Familie.
Mit dabei war auch wieder Bruder Fritschi, Symbolfigur der Safran-Zunft. Er war letztes Jahr kurz vor der Fasnacht von der schönen Basilea verführt und nach Basel verschleppt worden. Im vergangenen September wurde er getreu der Chronik von Diebold Schilling von 1513 wieder an die Reuss zurückgeholt.
In Solothurn fand frühmorgens die «Chesslete» statt. Weisse Nachthemden und rote Halstücher flatterten durch die Stadt. Angeführt vom Oberchessler der Narrenzunft Honolulu ging es zum Friedhofsplatz.
In St. Gallen versammelten sich um 06.00 Uhr beim Denkmal des Stadtreformators Vadian wie jedes Jahr die Guggenmusigen zur traditionellen «Aguggete».
Am Donnerstagabend übernimmt in Bellinzona König Rabadan vom Stadtpräsidenten den Schlüssel der Stadt.
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