Flughafen Zürich: Zehntausende leben über dem Lärm-Grenzwert
Um den Flughafen Zürich-Kloten leben heute rund 54'000 Personen in Gebieten, in denen die Lärmgrenzwerte überschritten werden. In sieben Gemeinden gibt es Bauzonen, wo keine neuen Wohnungen mehr gebaut werden können.
Der Kanton Zürich hat am Dienstag (07.11.) die Grenzwertkurven erläutert, die aufgrund der von der Schweizer Regierungt im Frühling beschlossenen Lärmschutz-Verordnung (LSV) errechnet wurden.
Die Grenzwertkurven seien noch nicht in Stein gemeisselt, betonte Baudirektorin Dorothée Fierz. Zwei Entscheide könnten noch Änderungen bewirken: Die Staatsvertrags-Verhandlungen mit Deutschland über das An- und Abflugverfahren beziehungsweise das daraus resultierende neue Flughafen-Betriebsreglement sowie der Bundesgerichtsentscheid zur Baukonzession für das Dock Midfield. Je nach Entscheid könnten sich Anpassungen der Lärmgrenzwerte ergeben.
Wertverlust möglich
Die aktuellen Grenzwertkurven werden von der Baudirektion als Grundlage für sämtliche Planungs- und Bewilligungsverfahren angewendet. Der Kanton empfiehlt den Gemeinden, sich für die planungs- und baurechtlichen Verfahren in ihrer Kompetenz ebenfalls darauf abzustützen. Es gebe aber keinen Anlass, nun voreilig Aus- und Umzonungen vorzunehmen, meinte Fierz.
In Bauzonen, die in Gebieten mit zu starkem Lärm liegen, sind noch Industrie-Bauten, aber keine Wohnungen mehr möglich. Werden Bauzonen gar wegen der Lärmbelastung wieder Landwirtschafts-Zonen, würde auch der finanzielle Wert des Bodens markant sinken.
swissinfo und Agenturen
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