Fussball: die «Yakin-Affäre»
Vier Tage vor der Haupt-Versammlung des deutschen Fussball-Bundesligisten FC Kaiserslautern, hat eine Oppositions-Gruppe schwere Vorwürfe an die Vereins-Führung gerichtet. Ein zentraler Kritikpunkt ist der Transfer des Schweizers Murat Yakin.
Beim Wechsel Yakins von Fenerbahce Istanbul nach Deutschland sei der
Öffentlichkeit vorgegaukelt worden, die Ablösesumme sei relativ gering. In Wirklichkeit müsse Kaiserslautern jedoch knapp sieben Millionen Franken entrichten. In der vor einer Woche vorgelegten Vereinsbilanz dagegen sei der Betrag unter dem Posten «Rückstellungen» verbucht.
Weitere Brisanz erhält die «Yakin-Affäre», weil dem Klub aus der Pfalz, laut der obgenannten Opposition, sogar der Ausschluss aus dem UEFA-Cup droht, da Kaiserslautern die von der FIFA festgelegte Transfersumme nicht bezahlen will. In den kommenden Tagen will man mit den Türken verhandeln.
Desolate Leistung
Am Donnerstag (09.11.) kam Yakin nach einer Muskelverletzung erstmal nach mehr als zwei Monaten zum Einsatz. Der 22-fache Schweizer Internationale spielte im UEFA-Cup-Rückspiel gegen Iraklis Saloniki (2:3) in der Innenverteidigung. Die Leistung war freilich so schlecht, dass ihn Trainer Brehme 20 Minuten vor Schluss auswechselte. Brehme: «Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Yakin in nächster Zeit wieder spielt».
swissinfo und Agenturen
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