Gondo nach Erdrutsch vollständig evakuiert
Der kleine Ort Gondo im Wallis ist vollständig evakuiert worden. Zum Zeitpunkt des Erdrutsches am Samstagmorgen (14.10.) befanden sich rund 100 Personen im Dorf. Die Situation in Gondo ist weiterhin gefährlich und unklar.
Die Personen im unteren Teil des Dorfes waren unter höchsten Vorsichtsmassnahmen mit zwei Helikoptern in Sicherheit gebracht worden, sagte Franziskus Escher von der Kantonspolizei Wallis.
Die Lage vor Ort sei noch sehr prekär. Auch italienische Rettungskräfte seien von Süden her bis zum unteren Teil des Dorfes vorgedrungen.
«Sicher ist bisher, dass zehn Personen vermisst werden», sagte der Walliser Polizeisprecher Markus Rieder. Angaben zu allfälligen Todesopfern seien nicht möglich, da bisher keine Personen geborgen worden seien. Offenbar wurden mindestens drei Personen verletzt. Die Polizei sei daran, die Bevölkerung zu zählen und eine Liste zu erstellen.
Suche muss möglicherweise eingestellt werden
Rund 40 Personen waren durch die Geröllmassen in einer Zivilschutzanlage eingesperrt worden. Die Rettungskräfte konnten sich mit Baumaschinen Zugang verschaffen und suchen nun nach den Vermissten. Die Situation sei aber sehr gefährlich, weshalb die Suche möglicherweise bald schon eingestellt werden müsse.
Keine genauen Angaben über Tote und Vermisste.
Rund zehn Personen werden noch immer vermisst. Über Tote könne man noch keine Angaben machen. Rolf Gruber vom Zollamt Gondo hatte am Mittag von mindestens drei Toten gesprochen. Die vermissten Personen hatten sich in den eingestürzten Häusern befunden.
Das Dorf Gondo (ca. 150 Einwohner) war am Samstagmorgen durch Schuttmassen in zwei Teile geschnitten worden. Mehrere Gebäude wurden vom Bach Doveria mitgerissen. Ein Kantonsgeologe wird vor Ort die Situation überprüfen,
Swissinfo und Agenturen
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