Kontroverse um Zürcher Stadion-Neubau
Die Fronten in der Frage um den Stadion-Neubau in Zürich bleiben verhärtet. Der Verwaltungsrat der GC-Fussball AG wünscht eine reine Fussball-Arena; der Verein für Grossveranstaltungen des Leichtathletik-Clubs Zürich will ein Stadion mit einer Rundbahn.
Aus Sicht der Grasshoppers entspricht ein Stadion mit einer Rundbahn nicht den Anforderungen des modernen Fussballs. Der Zürcher Fussball würde auf Jahrzehnte hinaus benachteiligt, falls ein multifunktionales Stadion gebaut würde, lautet der GC- Standpunkt. «Weltklasse Zürich» weist darauf hin, dass in Städten, in denen die Leichtathletik einen grossen Stellenwert hat, wie Rom, Paris, Monte Carlo oder Brüssel, Stadien mit Rundbahnen gebaut würden. In Berlin werde das Olympia-Stadion derzeit für rund 640 Mio. DM umgebaut und ein Verzicht auf eine Rundbahn habe nie zur Diskussion gestanden.
Am Donnerstag (23.11.) lief die Eingabe-Frist der Projekte ab. Die Architekten-Teams hatten diese an den zuständigen Zürcher Stadtrat Elmar Ledergeber einzureichen. Ledergeber will nach Abschluss des Wettbewerbes alle Varianten prüfen.
swissinfo und Agenturen
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