Lehre für künftige Berufssportler
Fussball-, Eishockey- und Ski-Talente sollen ab Herbst kommenden Jahres in der Schweiz eine vierjährige Lehre als Berufssportler absolvieren können. Die Ausbildung ist für jene Sport-Talente angelegt, die eine Berufssport-Karriere anstreben.
Pro Lehrjahr wird mit 50 bis 100 Lehrlingen gerechnet, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) am Montag (25.09.) in Bern bekannt gab.
Die Ausbildung ist vorerst für die Sportarten Fussball, Eishockey und Ski vorgesehen und schliesst mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis ab. Für die sportart-spezifische Ausbildung in Praxis und Theorie sind die Lehrbetriebe zuständig, das heisst die entsprechenden Sportvereine und -verbände.
An der Berufsschule sollen sportartenübergreifende Kenntnisse vermittelt werden, wobei sich die Lehrinhalte bei Fremdsprachen, sowie Information, Kommunikation und Administration stark an die kaufmännische Ausbildung anlehnen.
Nach Abschluss der Lehre stehen die vielfältigsten Weiterbildungsmöglichkeiten offen, so dass auch nach Beendigung der Berufssportkarriere die Voraussetzungen für eine Berufstätigkeit innerhalb und ausserhalb des Sports geschaffen sind.
Das BBT hat das neue Ausbildungs- und Prüfungsreglement für die versuchsweise Einführung der Berufssportler-Lehre zur Vernehmlassung an die zuständigen kantonalen Departemente sowie an die Berufs- und Fachverbände geschickt.
Der Bund hat das Ausbildungskozept laut der Mitteilung auf Initiative von Bundespräsident und Sportminister Adolf Ogi zusammen mit Sportverbänden erarbeitet.
Beteiligt waren das federführende Bundesamt für Sport, das BBT, der Schweizerische Olympische Verband, der Schweizerische Einhockeyverband, der Schweizerische Fussballverband, der Schweizerische Leichtathletikverband, Swiss Ski und Swiss Tennis.
swissinfo und Agenturen
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