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Olympia-Demonstranten frei

Menschenrechts-Aktivisten - hier zwei US-Bürger - durften in Moskau nicht gegen Peking demonstrieren. Keystone

Die bei einem Protest gegen die chinesische Olympia-Kandidatur in Moskau verhafteten fünf Schweizer sind frei. Ein Formfehler bewog die russischen Behörden dazu. Auch zwei bei der Aktion festgenommene Journalisten wurden freigelassen.

Am Donnerstag (12.07.) wurden die am Vortag festgenommenen Schweizer Staatsangehörigen Olympia-Demonstranten in Moskau freigelassen. Das Verfahren sei wegen Formfehler an die russische Polizei zurückgewiesen worden, sagte die Tibet-Aktivistin Yangzom Brauen am Donnerstag.

Am kommenden Samstag wolle die Gruppe in die Schweiz zurückfliegen, da das Visum dann ablaufe, sagte die Präsidentin des Vereins Tibeter Jugend in Europa weiter. Sie war gemeinsam mit acht weiteren Personen wegen einer Kundgebung gegen die Olympia-Kandidatur Pekings festgenommen worden.

Formfehler als Entlassungsgrund

Die Demonstranten mussten nach Brauens Angaben am Donnerstag einzeln vor Gericht erscheinen. Dort seien sie gefragt worden, ob sie über ihre Rechte informiert worden seien. Als sie dies verneint hätten, habe das Gericht die Polizei angewiesen, das Verfahren erneut anzuschauen.

Ebenfalls wieder auf freiem Fuss kamen nach zwölf Stunden zwei Medienleute, die die Protestaktion mitverfolgt hatten.

Proteste gegen Olympia

Die Protestaktion richtete sich gegen die chinesische Olympiabewerbung, entscheidet doch das Internationale Olympische Komitee (IOK) am Freitag über die Vergabe der Spiele 2008. Peking gilt als grosser Favorit.

Die Gegner der Bewerbung Pekings machen geltend, wegen der Unterdrückung von Minderheiten und des harten Vorgehens der Regierung gegen abweichende Meinungen dürfe China die Spiele nicht ausrichten.

Aktivisten zufrieden

Über die Wirkung ihrer Aktion zeigte sich Brauen zufrieden. Dank der grossen Medienpräsenz seien ihre Anliegen zur Geltung gekommen.

swissinfo und Agenturen

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