Olympia-Kandidaturen: Grosse Ernüchterung nach SOV-Entscheid
Konsternierte Enttäuschung bei den Initiatoren der zwei Schweizer Olympia-Kandidaturen Bern-Montreux und Zürich-Davos. Nach dem Negativentscheid des des Olympischen Verbands, sehen sie nur noch geringe Chancen für eine gelungene Kandidatur.
Das Exekutivkomitee des Schweizerischen Olympischen Verbands (SOV) hatte am Dienstag (05.12.) entschieden, keine der beiden Schweizer Kandidaturen für die Winterolympiade 2010 sei tauglich.
Das Hauptproblem sei die Dezentralisierung, sagte Daniel Steiner, Chef Kommunikation und Information SOV. Beide Kandidaturen planten mit zu vielen Wettkampforten und mit zu langen Distanzen.
Die beiden Initiativ-Komitees haben jetzt noch bis im Juni Zeit, ihre Kandidaturen nachzubessern und nochmals einzureichen. Ob dies geschehen wird, ist fraglich. Am Mittwoch (06.12), einen Tag nach dem abschlägigen Entscheid, zeigten sich beide Bewerber enttäuscht und verunsichert.
Projektleiter der Kandidatur Bern-Montreux, Jean-Pierre Seppey, sieht vor allem ein finanzielles Problem auf sich zukommen.
Für den Co-Präsident der Kandidatur Zürich-Graubünden, Klaus Huber, stellt sich vielmehr die Frage, ob das Dossier überhaupt neu bearbeitet werden kann. Wenn die Distanz zwischen Zürich und Davos vom SOV als zu gross eingeschätzt werde, sieht Huber schwarz für die Kandidatur.
Die Schweiz scheiterte bereits mit den Kandidaturen von Sion-Switzerland für die Winterspiele von 2002 und 2006.
swissinfo und Agenturen
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