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Rechtshilfegesuch im Fall Montesinos an Peru

In Peru wird nach dem flüchtigen Montesinos immer noch gefahndet. Keystone

Im Fall der gesperrten Schweizer Bankkonten des früheren peruanischen Geheimdienstchefs Montesinos hat die Bezirksanwaltschaft Zürich ein Rechtshilfegesuch an Peru gestellt. Hinweise auf eine Verwicklung des Präsidenten Fujimori gebe es bisher nicht.

Das Rechtshilfegesuch der Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich im Fall Vladimiro Montesinos wird vom Bundesamt für Justiz (BJ) an Peru weitergeleitet. In Bezug auf die blockierten Konten Montesinos seien Spuren gefunden worden, die nach Peru führten, sagte die zuständige Bezirksanwältin Cornelia Cova am Freitag (17.11.). Nähere Angaben zu diesen Spuren machte sie nicht.

Von Peru werde nun erwartet, dass der Schweiz bei der Klärung dieser Fragen geholfen werde. Jedoch gebe es bisher keine Hinweis auf eine Beteiligung des peruanischen Präsidenten Alberto Fujimori. Weitere Konten von Montesinos seien bisher nicht gefunden worden, sagte Cova.

Peruanisches Rechtshilfegesuch noch nicht eingetroffen

Anfang Oktober waren fünf Konten bei drei Banken in Zürich mit Beträgen von rund 50 Mio. Dollar gesperrt worden. Cova hatte ein Verfahren wegen Geldwäscherei gegen Montesinos eröffnet, nachdem eine der betroffenen Banken bei der Geldwäscherei-Meldestelle des Bundes Meldung erstattet hatte.

Die Schweiz hatte die Informationen über das Zürcher Verfahren den peruanischen Behörden weitergeleitet und das Land zur Einreichung eines Rechtshilfegesuchs eingeladen. Ein solches Gesuch ist bis zum Freitag nicht in Bern eingetroffen, wie BJ-Sprecher Folco Galli sagte.

swissinfo und Agenturen

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