Rettung für den FC Luzern in Sicht
Der FC Luzern bleibt vor dem Gang zum Konkursrichter verschont. Er hat am Montag (04.12.) die von einer Investorengruppe aus Venezuela angekündigte Million Franken erhalten.
Das erste Geschäftsjahr der Fussballclub Luzern AG schloss per 30. Juni 2000 mit einem Verlust von 2,34 Mio. Franken ab. Der Verein war damals mit 737’600 Franken verschuldet, die Bilanz der AG mit einer Million. Dank der Spritze aus Südamerika und einem Rangrücktritt bei einem Darlehen (485’000) durch die United Sport Invest AG würde die Gesamtschuld nach der AK-Erhöhung (1,5 Mio) noch rund 200’000 Franken betragen.
Toleriert wird von der Nationalliga eine Maximalschuld von 800’000 Franken. Für die Erteilung der neuen Lizenz wird das zuständige Gremium der Nationalliga im Frühling die konsolidierte Bilanz der beiden FCL- Abrechnungen (Verein und AG) prüfen.
Für den schlechten Geschäftsgang der FCL AG waren verschiedene Faktoren verantwortlich. Zum einen fehlten Zahlungen des Hauptsponsors, weil dieser seinen Jahresbeitrag (250’000) bis 30. Juni 2001 im Voraus bezahlt hatte, um den FCL vor dem Konkurs zu bewahren.
Zum anderen wurden laut Vereins- und AG-Verwaltungsrats- Präsident Albert Koller die Spielbetriebskosten wesentlich unterschätzt. So mussten zusätzliche 475’000 Franken an Spieler überwiesen werden, welche die neu eingeführten, leistungsorientierten Arbeitsverträge nicht akzeptieren wollten.
Die AG rechnet erst im Jahr 2002 mit einer ausgeglichenen Rechnung und will aus diesem Grund nach weiteren Investoren suchen.
Nur mit zusätzlichen AK-Erhöhungen in den nächsten Jahren könne der Fortbestand des Vereins garantiert werden, sagte Koller. Und erst ein neues Stadion, dessen Projekt auf dem Papier besteht, könne den FCL in Zukunft vor einem Sturz in die NLB bewahren.
swissinfo und Agenturen
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