Schweizer Erpresser in München verurteilt
Wegen Betrugs und Erpressung der BMW-Grossaktionärin Susanne Klatten und dreier weiterer Frauen ist ein Schweizer in München zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.
Das Urteil wurde überraschend bereits kurz nach Prozessauftakt am Montag verkündet, nachdem der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hatte. Das Gericht befand den Schweizer des Betruges, versuchten Betruges und versuchter Erpressung für schuldig.
Mit dem Urteil blieb die Kammer unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die neun Jahre Haft verlangt hatte. Als strafmildernd sah das Gericht das umfassende Geständnis des Angeklagten an.
Als ebenfalls strafmildernd wertete das Gericht, dass der Verurteilte voraussichtlich die volle Strafe absitzen muss. Denn es sei zu vermuten, dass er weiter Zugriff auf die verschwundene Beute habe.
Der Schweizer betrog und erpresste die vier vermögenden Frauen laut Anklage um insgesamt 9,4 Mio. Euro (rund 14 Mio. Franken).
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