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Ski nordisch: FIS geht härter gegen Doping vor

Oft täuscht das schöne Bild. Die FIS muss härter gegen Doping im Langlauf vorgehen. Keystone

Die FIS nimmt die Doping-Kontrolle ernst. Der Internationale Skiverband mit Sitz in Oberhofen (Kanton Bern), hat als erster Wintersport-Verband mit der Welt-Antidopingagentur (WADA) einen Vertrag zur Durchführung von Kontrollen im Training abgeschlossen.

Neben dem bisherigen, bereits laufenden Trainings- und Wettkampf- Kontrollprogramm, das verbandsintern ausgeführt wurde, werden jetzt von der WADA zusätzliche Urin-Kontrollen, vor und während der Saison ausserhalb der Wettkämpfe vorgenommen. FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis sprach von neu «einigen hundert» Tests.

Epo-Tests ab Ende Oktober

Punkto Epo-Tests arbeite man eng mit der internationalen Biathlon-Union (IBU) und der internationalen Eislauf-Union (ISU) zusammen, sagte Lewis. Dies um Regeln der Kontrolle und deren Durchführung auszuarbeiten.

Mit den Doping-Kontrollen soll ab Ende Oktober begonnen werden. «Wir warten noch ab, bis die Erfahrungen des IOC von Sydney ausgewertet sind», sagte Lewis zu dieser Verzögerung. Die zuständigen Organe des IOC haben zur Feststellung des allfällig künstlich zugeführten Blutbildungs-Hormons Epo den Probanden Blut und Urin abgenommen.

Beibehalten werden von der FIS die sogenannten «Gesundheitstests», bei denen im Langlauf und in der Nordischen Kombination am Morgen vor dem Wettkampf den Athletinnen und Athleten Blut abgenommen wird, um den Hämoglobingehalt zu bestimmen. Die Grenzwerte waren bis jetzt bei 18,5 (Männer) und 16,5 mg Hämoglobin (Frauen). Ob die Werte gesenkt werden, darüber wird am Wochenende der FIS-Vorstand an seiner Sitzung noch befinden.

Startverbot

Nicht bestandene «Gesundheitstests» haben im Langlauf und in der Nordischen Kombination ein Startverbot für den anstehenden Wettkampf zur Folge. Im Radsport zum Beispiel, wird den Fahrern von der UCI eine 14-tägige «Wettkampfpause» auferlegt.

swissinfo und Agenturen

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