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Steigende Zahl der Asylgesuche

Über 13% mehr Asylgesuche als im Vorhalbjahr. Keystone

Die Zahl der Asylgesuche ist im ersten Halbjahr 2001 gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Prozent gestiegen. An erster Stelle der Herkunftsländer steht erneut die Bundesrepublik Jugoslawien.

In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 9’223 Asylgesuche gestellt, 13,4% mehr als im Vorjahr. Wie das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am Donnerstag (05.07.) mitteilte, stand die Bundesrepublik Jugoslawien mit 1’511 Gesuchen erneut an erster Stelle der Herkunftsländer. Es folgen die Türkei (888), Bosnien und Herzegowina (618), Irak (596) und Guinea (383).

Die monatlichen Asylgesuchszahlen unterliegen laut dem BFF verschiedenen Schwankungen, die schwierig zu erklären seien. So habe beispielsweise der Konflikt in Mazedonien praktisch keinen Einfluss auf die Anzahl der Asylgesuche im ersten Semester gehabt.

Ebenfalls in den ersten sechs Monaten gab es 8’586 Abgänge. In der entsprechenden Vorjahresperiode waren es 25’667. Diese hohe Zahl war allerdings auf die Rückkehr der Menschen in den Kosovo zurückzuführen, wie das BFF schreibt. Im ersten Halbjahr wurden 12’065 Asylgesuche erstinstanzlich entschieden. Ende Juni betrug die Anzahl der hängigen Asylgesuche noch 12’666.

Positive Bilanz

Gleichzeitig zog das BFF eine positive Bilanz der Humanitären Aktion 2000, mit der lange in der Schweiz Weilenden eine vorläufige Aufnahme gewährt wurde. Von 15’647 Gesuchen wurden 15172 (97%) bewilligt und den Gesuchstellern die vorläufige Aufnahme gewährt.

Mit 8’922 Aufnahmen konnten vor allem Staatsangehörige von Sri Lanka von der Aktion profitieren. Zudem wurden 4’948 Gesuche von Personen aus der Bundesrepublik Jugoslawien bewilligt. 586 Aufnahmen gingen an Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina.

Bedingung für die vorläufige Aufnahme war, dass die lange Anwesenheit in der Schweiz nicht auf missbräuchliches Verhalten zurückging und dass sich die Leute in der Schweiz gut integriert hatten

Swissinfo und Agenturen

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