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Sydney 2000: Lacigas im Viertelfinal ausgeschieden

Für die Brüder Martin (l.) und Paul (r.) Laciga ist der Traum von einer Medaille ausgeträumt. Keystone

Martin und Paul Laciga haben ihre Medaillenchancen wegen zehn katastrophaler Minuten verspielt. Nachdem sie mit 11:6 geführt hatten, verloren die beiden Brüder ihren Viertelfinal gegen die Portugiesen Maia/Brenha in 43 Minuten mit 11:15.

Damit beenden sie den olympischen Beachvolleyball-Wettbewerb -gemeinsam mit den übrigen Viertelfinal-Verlierern- auf dem fünften Rang.

Nach dem Match kniete Paul Laciga endlose Sekunden im tiefen Sand und schüttelte immer wieder den Kopf, sein Bruder Martin stapfte an ihm vorbei und verliess nach dem Shakehands mit Schiedsrichtern und Gegnern schnurstracks den Court.

Die Gemütslage im Laciga-Clan nach dem abrupten Ende der Medaillenträume war logischerweise auf dem Tiefpunkt. «Ich kann noch gar nicht fassen, dass wir ausgeschieden sind», rang Paul Laciga nach ersten Worten.

Nach einem schwachen Start und einem 0:3-Rückstand hatten die Sieger von Teneriffa die Partie bis zum 11:6 völlig unter Kontrolle und schienen auf direktem Weg in den Halbfinal zu sein. Dort wären sie anschliessend gegen die Amerikaner Blanton/Fonoimana die Favoriten gewesen.

Einbruch

Doch der Konjunktiv wurde bald zur Makulatur: Auf dem übervollen Centre Court an der Bondi Beach ereignete sich plötzlich völlig Unerwartetes. Der kleinere und leistungsstärkere Maia übernahm die Regie mit aggressiven Aufschlägen und gelungenen Rettungsaktionen im Backcourt, und die Schweizer brachen ein.

Die Portugiesen gewannen neun Ballwechsel in Serie, die Schweizer kamen nicht einmal mehr zu einem einzigen Side-out! Eine derart schlechte Serie ist im Spitzen-Beachvolleyball extrem selten.

«Speziell ich habe in dieser Phase ganz schlecht gespielt, während die Portugiesen plötzlich stärker wurden. Wir haben dann auch beide Timeouts genommen, aber es hat nicht mehr geholfen. So ist eben Beachvolleyball», analysierte Paul Laciga, der sechs der neun fatalen Punkte mit direkten Fehlern oder mit Shots, die ihm geblockt wurden, verschuldete.

Obwohl die Lacigas nie von einer Medaille gesprochen hatten, ist das Resultat angesichts ihrer Leistungen in den letzten Jahren und vom Saisonverlauf her gesehen unbefriedigend und ein schlechter Lohn für ihre übliche Konstanz.

swissinfo und Agenturen

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