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Unbewilligte Kundgebung in Basel

Auch am Samstag wieder Demonstrationen und Schlagworte in Basel. Keystone

Rund 200 Personen haben sich am Samstag (23.12.) auf der Kleinbasler Kasernenmatte zu einer Kundgebung gegen die Stürmung türkischer Gefängnisse versammelt. Dies geschah trotz des ausdrücklichen Kundgebungs-Verbots in Basel für die Weihnachtstage.

Bei den Kundgebungsteilnehmern handelte es sich mehrheitlich um Türken, die aus der ganzen Schweiz angereist waren. Es nahmen aber auch Kurden an der Kundgebung teil. Mobilisiert worden war via Internet. Die Kundgebungsteilnehmer trugen einen Sarg mit den Bildern von Opfern der Gefängnisstürmungen.

Ein starkes Polizeiaufgebot war auf der Kasernenmatte präsent, griff aber nicht ein. Die Polizisten waren mit Helm und Schilden ausgerüstet. Auch Polizeihunde standen im Einsatz.

Bereits seit dem Mittag zeigte sich die Basler Polizei in der Umgebung des Claraplatzes sehr präsent und vertrieb mutmassliche Mitglieder des «Schwarzen Blocks». Auf dem Claraplatz wurde ein angeblicher Rädelsführer der Gewaltanwendungen an der Demonstration vom Mittwoch von der Polizei abgeführt.

Aufgrund der gemäss Polizeiangaben «massivsten Gewaltanwendung» einzelner Teilnehmer der Demonstration vom Mittwoch, bei der vier Polizisten und eine Kundgebungs-Teilnehmerin verletzt worden waren, hatte die Basler Polizei am Freitag ein Kundgebungsverbot für Samstag und die Weihnachtstage erlassen.

Die Polizei hat namentliche türkische und kurdische Personen dazu aufgerufen, in ihren Kreisen darauf hinzuwirken, dass Demonstrationen bis auf weiteres unterbleiben. Die Basler Bevölkerung habe ein Recht darauf, Weihnachten als höchstes Fest in ihrem Kulturkreis ungestört, besinnlich und ohne Gewalt verbringen zu dürfen.

swissinfo und Agenturen


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