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Zwischenfälle im Londoner Transportwesen

Polizei und Rettungskräfte im Einsatz bei der Oval Tube Station in London. Keystone

Zwei Wochen nach den Attentaten von London sind nach "schwachen" Explosionen drei U-Bahnstationen evakuiert und drei Linien gesperrt worden.

Die Polizei meldet auch einen Zwischenfall mit einem Bus. Die Situation wird als «sehr ernster Zwischenfall» bewertet. Bislang wurde ein Verletzter gemeldet.

Bei den «Zwischenfällen», die sich am Donnerstag in drei Londoner U-Bahnen und einem Bus ereignet haben, ist nach Angaben der Bahnpolizei mindestens eine Person verletzt worden. Die Polizei stuft die Situation als «grossen Vorfall» ein.

Allerdings sei es noch sehr früh für eine Bewertung, teilte Scottland Yard mit. Ein Mensch in der U-Bahn-Station Warren Street habe Verletzungen erlitten, sagte ein Sprecher der Londoner Verkehrspolizei. Augenzeugen hatten dort von einer Rauchentwicklung berichtet.

Einem Vertreter der Betreibergesellschaft der Londoner U-Bahn zufolge soll in der selben Station auch eine Nagelbombe explodiert sein. Es habe auch eine Schiesserei gegeben.

Zugleich rief der Polizeichef der Stadt alle Bewohner auf, sich nicht von
ihrem gegenwärtigen Aufenthaltsort fortzubewegen. «Wir hatten vier Explosionen – vier Versuche von Explosionen», sagte der Londoner Polizeichef Ian Blair. Es habe sich um kleinere Sprengsätze gehandelt.

Scotland Yard bestätigt

«Wir können bestätigen, dass Rettungskräfte auf Berichte über Vorfälle an drei Stellen des U-Bahn-Netzes antworten – Oval, Warren Street und Shepherd’s Bush», teilte Scottland Yard mit. «Wir haben den Dienst auf drei Linien unterbrochen – Hammersmith and City, Victoria und Northern Line.»

In einem Bus auf dem Weg von Waterloo nach Hackney im Osten der Stadt gab es ebenfalls eine Explosion, berichtete der Betreiber. «Der Fahrer hörte einen Knall», sagte ein Sprecher. «Die Fenster wurden zerstört. Es gibt keine Berichte über Verletzte.» Die Polizei bestätigte, dass es auf der Linie 26 auf der Hackney Road einen Zwischenfall gegeben habe.

Der britische Premierminister Tony Blair verschob nach Angaben eines Sprechers einen für den Nachmittag geplanten Besuch in einer Schule. Die Berichte erinnerten an die Anschläge vom 7. Juli, bei denen 56 Menschen durch vier Bomben in U-Bahnen und Bussen getötet wurden.

Explosion in Bus

In einem Bus auf dem Weg von Waterloo nach Hackney im Osten der Stadt gab es eine Explosion, berichtete der Betreiber. «Der Fahrer hörte einen Knall», sagte ein Sprecher. «Die Fenster wurden zerstört. Es gibt keine Berichte über Verletzte.» Die Polizei bestätigte, dass es auf der Linie 26 auf der Hackney Road einen Zwischenfall gegeben habe.

Der britische Premierminister Tony Blair verschob nach Angaben eines Sprechers einen für den Nachmittag geplanten Besuch in einer Schule. Die Berichte erinnerten an die Anschläge vom 7. Juli, bei denen 56 Menschen durch vier Bomben in U-Bahnen und Bussen getötet wurden.

Festnahmen in Pakistan

Die pakistanische Polizei hat unterdessen nach Informationen der «Times» den Hintermann der Londoner Terroranschläge vom 7. Juli festgenommen. Es handle sich um den «britischen El-Kaida-Führer» Haroon Rashid Aswat (30), berichtete die britische Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Geheimdienst- und Sicherheitsquellen in Pakistan.

Die pakistanische Regierung hatte am Mittwoch die Festnahme von rund 200 muslimischen Extremisten bekannt gegeben, aber dementiert, dass El-Kaida-Verdächtige darunter seien.

swissinfo und Agenturen

Donnerstag, 7. Juli: 3 Explosionen in der U-Bahn und eine Bombe in einem Bus erschüttern die englische Hauptstadt.
Die Attacke, hinter der man die Terror-Organisation Al Kaida vermutet, hat 56 Menschen das Leben gekostet. Rund 700 wurden verletzt.

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