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Ein Todesopfer und fünf Verletzte bei Schüssen an Party in Aarau

Bewaffnete Polizeibeamte mit einem gepanzerten Einsatzfahrzeug sperren eine Strasse in der Nähe der Pferderennbahn Schachen in Aarau ab.
Aarau: Alle sechs Opfer sind in der Schweiz wohnhaft. Keystone / Michael Buholzer

Bei einer Rave-Party ist nach Schüssen eine junge Frau gestorben. Fünf weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Das ist passiert: Bei einer Rave-Party auf der Pferderennbahn in Aarau ist eine junge Frau durch Schüsse getötet worden. Weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Eine unbekannte Anzahl Täter hatte am frühen Sonntagmorgen mehrere Schüsse abgegeben. Das Motiv für das Geschehen ist noch unklar. Nach dem oder den Tätern wird intensiv gefahndet.

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Die Opfer: Eine 22-jährige Frau, eine in der Schweiz wohnhafte Italienerin, ist noch vor Ort ihren Verletzungen erlegen. Vier Männer und eine junge Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren – alle mit Wohnsitz in der Schweiz – befinden sich teils schwer verletzt im Spital, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Aargau sagt. Die Identität der Opfer sei geklärt und eine Befragung durch die Polizei bereits vorgenommen worden. Für Angehörige und Augenzeugen hat die Kantonspolizei eine Info-Linie eingerichtet: 062 835 62 62.

Die oder der Täter: Es gibt zurzeit keine Hinweise zur Täterschaft und zur Frage, ob es sich um eine oder mehrere Personen handelt. Die Polizei geht davon aus, dass sie sich nicht mehr in Aarau aufhält. Ebenfalls schliesst sie aus, dass die Täterschaft wieder zu einer Gefahr werden könnte.

Das Motiv: Mögliche Hintergründe sowie die genauen Umstände der Tat sind unklar. Woher die Schüsse kamen, und um wie viele es sich gehandelt habe, ist ebenfalls noch nicht klar. Die Suche nach Spuren sei noch im Gange, sagte Mediensprecher Bernhard Graser an einem Point de Presse um 14 Uhr. Für 18:30 Uhr hat die Polizei eine Medienkonferenz angekündigt.

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Die Party: Zum Zeitpunkt des Vorfalls fand im Aarauer Schachen die «Aarau Rave VOL. 7» statt. Der Event auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins war seit Jahren etabliert. Die Veranstaltenden erwarteten rund 2500 Personen, wie es auf deren Website hiess. Die Veranstaltung, die von Samstagnachmittag bis 02.00 Uhr am Sonntag geplant war, sei zum Zeitpunkt des Vorfalls bereits beendet gewesen und es hätten sich wohl nur noch etwa Hundert Menschen auf dem Gelände befunden.

Grosseinsatz in Aarau nach Schüssen in eine Menschenmenge

Der Ort: In Aarau kann sich die Bevölkerung inzwischen frei bewegen – abgesehen vom abgesperrten Gebiet im Schachen. Dies unter anderem, damit Spurensicherungs­massnahmen und Befragungen weiter stattfinden könnten, so die Polizei. Die Polizei bat darum, Video- und Bildmaterial an den Instagram-Kanal der Kantonspolizei Aargau zu senden.

Die Schüsse im Aarauer Schachen seien gefallen, als der «Aarau Rave» gerade zu Ende gegangen sei: Das berichtete ein Mann, der angab, vor Ort gewesen zu sein, dem Aargauer Regionalfernsehsender M1.

Die Musik habe um 2:30 Uhr geendet. Die meisten Personen seien um diese Zeit langsam in Richtung Ausgang gegangen. Während wenigen Minuten habe es dann geknallt. «Zuerst hörte es sich nach Feuerwerk oder Böller an. Erst nachdem ein paar Leute sagten: ‹Duckt euch, es wird geschossen!›, realisierten ein paar Leute, was passierte, und versteckten sich hinter dem Kühlschrank der Bar.»

Eine Frau habe dort am Boden gelegen, erzählte der Zeuge weiter. Sie sei von einem Schuss getroffen worden und noch vor Ort verstorben.

Der Grosseinsatz: Nach der Alarmierung hat die Polizei laut einem Sprecher sofort alle verfügbaren Einheiten aufgeboten. Seit über zwölf Stunden seien praktisch alle verfügbaren Aargauer Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Andere Kantone hätten auch Kräfte zur Verfügung gestellt. Ebenfalls aufgeboten wurde das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) des Kantons Aargau sowie die Sonderheit Argus. Zudem war ein Super-Puma-Helikopter der Armee im Einsatz. Die deutsche Polizei beteiligt sich ebenfalls an der Fahndung. Es handle sich um ein Routineverfahren im Rahmen der polizeilichen Zusammenarbeit, sagte ein Sprecher der Polizei in Freiburg (D) zur Nachrichtenagentur DPA.

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