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30. Weltwirtschaftsforum Davos: Gipfelkonferenz der Superlative

Rund 30 Staats- und Regierungschefs, inklusive US- Präsident Bill Clinton, werden zwischen dem 27. Januar und dem 1. Februar am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erwartet. Der Bundesrat wird mit fünf Regierungsmitgliedern anwesend sein.

Rund 30 Staats- und Regierungschefs, inklusive US- Präsident Bill Clinton, werden zwischen dem 27. Januar und dem 1. Februar am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos erwartet. Der Bundesrat wird mit fünf Regierungsmitgliedern anwesend sein.

Gesamthaft 1200 Wirtschaftsführer, 300 Politiker und rund 400 Wissenschafter sowie Vertreter der Zivilgesellschaft kündigte WEF- Direktor Claude Smadja am Dientag (18.01.) in Genf vor den Medien an.

Zum 30. Mal werden dieses Jahr die Spitzen aus Politik und Wirtschaft in die Bündner Berge pilgern, um sich gemäss dem WEF- Motto der «Verbesserung des Zustands der Welt» zu widmen.

650 Medienschaffende wurden für das Forum akkreditiert und gleichzeitig sollen die Veranstaltungen auch übers Internet einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Als diesjähriges Thema für das «erste internationale Treffen im 21. Jahrhundert» wurde «New Beginning: Making the Difference (Neuanfang – einen Unterschied machen)» gewählt. Dabei stehe nicht nicht die Jahreszahl, sondern der Paradigmenwechsel in praktisch allen Bereichen des Lebens im Zentrum.

Dieses Jahr ist im Gegensatz zu früheren Jahren zudem eine offenere und ungezwungenere Eröffnungszeremonie geplant. Man werde erneut um ein Maximum an Sicherheit bemüht sein. Dabei dürfe jedoch die Atmospähre – der «Geist von Davos» – nicht gestört werden.

Schlüsselthema Globalisierung

«Die Globalisierung, die technologische und biologische Revolution sowie die wachsenden Internet-Ökonomie stellen eine in der modernen Geschichte einmalige Herausforderung da», sagte Smadja. Themen wie der Globalisierungsfalle, der Gentechnologie, der Integration Russlands und der geopolitischen Lage nach dem Kosovokrieg werde man sich bei 318 Veranstaltungen widmen. Allein bei über 90 Workshops soll auch die Qualität des Lebens und der Gesellschaft im Zentrum stehen.

Unter den prominentesten Teilnehmern des WEF 2000 rangieren aus Europa Grossbritanniens Premier Tony Blair, der deutsche Präsident Johannes Rau, der italienische Präsident Carlo Ciampi, Präsident Martti Ahtisaari aus Finnland und Spaniens Premierminister José Maria Aznar. Ferner wird die EU durch Javier Solana, und die Kommissare Mario Monti und Erkki Liikanenen vertreten sein.

Fünf Schweizer Regierungsvertreter

Die Schweiz wird mit Bundespräsident Adolf Ogi sowie den Bundesräten Pascal Couchepin, Joseph Deiss, Ruth Dreifuss und Kaspar Villiger in Davos präsent sein. Als weitere bekannte Schweizer sind zudem die ehemalige Bundesanwältin und heutige Chefanklägerin am UNO-Kriegsverbrechertribunal Carla del Ponte und IKRK-Präsident Jakob Kellenberger auf der Teilnehmerliste zu finden.

Aus Lateinamerika werden aus Argentinien, Kolumbien und Mexiko die Präsidenten Fernando de la Rua, Andres Pastrana und Ernesto Zedillo erwartet. Aus dem Nahen Osten kommen ferner Palästinenserpräsident Yasser Arafat, Israels Ehud Barak und der König von Jordanien sowie der türkische Premierminister Bulent Ecevit.

Russlands Premierminiser und Interimspräsident Wladimir Putin sei zwar eingeladen worden, könne aber aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht kommen, hiess es in Genf. Der Präsident und der Regierungschef dürften nicht gleichzeitig ausser Landes sein. Finanzminister Mikhail Kasyanov habe aber seine Teilnahme zugesagt.

Aus Osteuropa und Zentralasien werden zudem die Präsidenten Aserbaidschans, Armeniens, Albaniens, Bulgariens, der Ukraine und der Slovakei und erwartet.

Auch NGO sind in Davos

Von den Nichtregierungsorganisationen (NGO) werden unter anderem Greenpeace International, Friends of the Earth, Ärzte ohne Grenzen, Human Rights Watch und Amnesty International mit ihren Direktoren oder Präsidenten am Forum teilnehmen.

Festungwächter zum Schutz des Forums abgeordnet

Die Bündner Kantonspolizei erhält für den Schutz des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos Verstärkung durch ein Kontingent Festungswächter der Schweizer Armee. Der Sicherheitsausschuss des Bundesrates entsprach einem entsprechenden Wiedererwägungsgesuch der Bündner Regierung, wie die Bundeskanzlei am Dienstag in Bern mitteilte. Mit dem Entscheid habe der Sicherheitsausschuss die Bedeutung unterstrichen, die der Bundesrat dem WEF beimesse. Aufgrund der definitiven Anmeldung des US-Präsidenten Bill Clinton und der auf den Zeitpunkt des Besuches angesetzten unbewilligten Demonstrationen habe sich die Lage im Bereich Sicherheit wesentlich verändert. Das Kontingent der Festungswacht wird laut der Mitteilung zum Schutz der Infrastruktur eingesetzt. Dem Sicherheitsausschuss des Bundesrates gehören VBS-Chef Adolf Ogi, EJPD-Vorsteherin Ruth Metzler und Aussenminister Joseph Deiss an.

SRI und Agenturen

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