ABB setzt mit schwedischem Partner auf E-Commerce
Der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB steigt gross ins elektronische Geschäft über das Internet ein. Zusammen mit der schwedischen Holdinggesellschaft Investor AB gründet ABB das Unternehmen b-business-partners.
Der schweizerisch-schwedische ABB-Konzern und die schwedischen Wallenberg-Familie steigen gross in den elektronischen Handel im Internet ein. Über ein neues Joint-Venture mit Milliardenkapital wollen sie ins E-Commerce für Business-to-Business-Lösungen in Europa investieren und Firmen fördern.
Die neue Firma heisst b-business-partners und soll engere Verbindungen zwischen der so genannten «Neuen Wirtschaft» und der traditionellen Geschäftswelt in Europa knüpfen, wie ABB und die von der Industriellenfamilie Wallenberg beherrschte Investor AB am Montag (27.03.) mitteilten.
Die in den Niederlanden eigetragene Firma soll mit einem Kapital von einer Milliarde Euro (umgerechnet 1,6 Milliarden Franken) ausgestattet werden. Der Technologiekonzern ABB und Investor wollen je 300 Millionen Euro einschiessen. Die Internetbanking-Firma SEB ist mit 50 Millionen Euro beteiligt.
Weitere Partner sind AstraZeneca, Atlas Copco, Elextrolux, Saab, Sandvik, StoraEnso und WM-data – Firmen, die ebenfalls zu den Beteiligungen der Wallenberg-Familie gehören. Ziel des neuen Unternehmens ist es, führende Unternehmen auf dem schnell wachsenden Markt für den elektronischen Handel zwischen Geschäften hervor zu bringen. b-business-partners soll innerhalb von drei Jahren an die Börse gebracht werden.
ABB-Konzernchef Göran Lindahl bezeichnete die Firmengründung als Schritt, um die viel versprechenden Möglichkeiten aus der Kombination der «Neuen Wirtschaft» mit dem industriellen Know-how von ABB zu nutzen. ABB wolle zu einem führenden Unternehmen in der «Neuen Wirtschaft» werden.
Marcus Wallenberg, Konzernchef von Investor, sagte, es sei das erste Mal, dass grosse Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften gemeinsam eine Basis schüfen, die sich ausschliesslich auf die Finanzierung von Business-to-Business-Lösungen in Europa konzentriere. Das Wachstumspotenzial in diesem Markt wird von den beiden Partnern bis ins Jahr 2002 auf über 180 Milliarden Euro geschätzt. Das neue Unternehmen soll Firmen des eigenen Portefeuilles fördern, Beschaffung und Distribution unterstützen, Technologien und Geschäftsmodelle zur Verfügung stellen sowie in der Beratung tätig sein.
Traditionelle Industriekonzerne bemühen sich in letzter Zeit verstärkt, von den Vorteilen und der auf den Finanzmärkten fast magischen Ausstrahlung der «New Economy» zu profitieren. So hatten die Nahrungsmittelkonzerne Nestle und Danone vergangene Woche die Gründung einer gemeinsamen Business-to-Business-Plattform für den Einkauf angekündigt.
swissinfo und Agenturen
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