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Aktienbörsen auf Talfahrt

Die Nationalbank hat ihre Geldpolitik seit Juni 2000 nicht verändert. Keystone Archive

Nach den jüngsten Kurseinbrüchen an den internationalen Börsen sind die Anleger verunsichert. Gründe dafür sind die Unsicherheit über die Entwicklung der US-Konjunktur, die Wirtschaftskrise in Japan sowie die Umsatz-und Gewinnwarnungen grosser Unternehmen.

Nach der Zinssenkung der US-Notenbank um ein halbes Prozent stellt sich die Frage, ob nun auch die Notenbanken in Europa und auch in der Schweiz eine Zinssenkung in Betracht ziehen.

Lockerung der Geldpolitik ja – aber wann?

Die Schweizerische Nationalbank SNB wird am Donnerstag (22.03.) ihre geldpolitischen Ziele für das zweite Quartal 2001 vorstellen. Führende Bank-Ökonomen erwarten, dass die SNB den Leitzinssatz um 0.25 bis 0.5 Prozentpunkt senken wird.

Die einen gehen davon aus, dass die Zinssenkung bereits am Donnerstag erfolgen könnte, andere aber nehmen an, dass die Nationalbank den im Mai erwarteten Leitzins-Entscheid der Europäischen Zentralbank abwarten und ihre Geldpolitik erst dann lockern wird.

Der neue SNB-Präsident Jean-Pierre Roth hatte kürzlich erwähnt, die Schweizer Geldpolitik sei angemessen. Er wies auch darauf hin, dass die Teuerung im Januar und Februar unter den Erwartungen gelegen habe. Einige Beobachter interpretieren diese Aussage als Fortsetzung der bisherigen Nationalbank-Politik.

Auch die Schweiz ist betroffen

Für Michel Girardin von der Union Bancaire Privée ist klar, dass sich die Konjunktur-Entwicklung in den USA auch auf Europa auswirken wird. Schliesslich stellten die USA etwa die Hälfte der Weltwirtschaft dar.

Die Schweiz hängt wirtschaftlich stark von ihren Nachbarn ab, verdient sie doch im Exportgeschäft 2 von 3 Franken im Handel mit EU-Ländern. Deshalb werde sich die Schweiz, so Jacques Nicola von Bordier & Cie, der Konjunktur-Abkühlung nicht entziehen können. Ein deutliches Zeichen dafür seien die nach unten korrigierten Zahlen in den Konjunktur-Prognosen von KOF und ETH.

swissinfo und Agenturen

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